Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Matthias Möde

Mutiny On The Bounty - Trials

Trials

Wahrlich ein Wahnsinnsritt über Gitarrenhälse, Postcore-Schluchten und Mathrock-Gipfel, für den nicht nur Produzent Matt Bayles (Mastodon, Blood Brothers) verantwortlich sein kann. Auch wenn er Trials sicherlich den letzten Schliff gegeben hat.

Bayles ist zwar nur eins, aber ein entscheidendes Detail am zweiten Album von Mutiny On The Bounty aus Luxemburg, das die Band mit Stolz erfüllt und bei jeder Meldung zu "Trials" wie eine Kühlerfigur vorangetragen wird (siehe oben). Wenn ein Produzent bekannter als die von ihm produzierte Band ist, macht es das Ergebnis oft nicht besser. Wenn beide Seiten allerdings ineinander greifen, kann das schon mal so perfekt wie "Trials" klingen. Das heikle Synthie-Pluckern des "The Long Loud Silence"-Intros ist gerade verklungen, da spielen Mutiny On The Bounty im schmetternden "North Korea" schon um ihr Leben. Das Instrumental gibt die Richtung vor, klingt hektisch, hyperaktiv und melodiös. Kaum auszumachen, ob da gerade Finger über Tasten oder Saiten rasen. Technisch versierter Mathrock, der aufgeputschter und elektronischer als auf dem Debüt "Danger Mouth" klingt. Und da sind wir schon wieder bei Bayles. Der ehemalige Minus-The-Bear-Keyboarder dürfte für den Sound-Quantensprung auf "Trials" mitverantwortlich sein, der besonders in "Myanmar" heraus sticht. Dennoch sind sich die auf zwei Positionen umbesetzten Mutiny On The Bounty treu geblieben. Zwischen Geschrei und Falsettgesang, Breaks und Gitarrengegniedel finden sie Raum für „Ohoho“-Mitsing-Hymnen à la Biffy Clyro. Futuristischer Postcore und Mathrock, Postrock- und Indie-Spuren – Mutiny On The Bounty halten die Zügel fest in der Hand und verbinden all das zu einem vielfältigen Wahnsinnsritt.

Bewertung: 10/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.