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4 Autor: Daniel Matuschke

Blood Red Shoes - In Time To Voices

In Time To Voices
  • VÖ: 30.03.2012
  • Label: V2/Cooperative/Universal
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 229 - Platte des Monats

Steven Ansell und Laura-Mary Carter mussten die Grenzen ihrer Rocksongs versetzen, um mehr wie sie selbst zu klingen als jemals zuvor. In Time To Voices ist die Coming-Of-Age-Platte von Blood Red Shoes, überspringt aber die zugehörige Sinnkrise.

"How long can we pretend that we know just who we are?/ Lost kids with nothing left, throwing rocks into the dark." Näher als in "Lost Kids" kommen Blood Red Shoes auch auf ihrem dritten Album nicht an Selbstreflexion und Zwischenbilanz heran. Das ist wichtig und gleichzeitig gut so, weil man sich die beiden Musiker mit den chronisch kribbelnden Fingern und dem versteckten frechen Grinsen gar nicht als Philosophen-Duo vorstellen kann oder will. Seit 2004 haben Laura-Mary Carter und Steven Ansell zwei Alben veröffentlicht, die – randvoll mit bissigen und schlauen Popsongs – überall für blaue Flecken gesorgt haben. Darauf stand vor allem ein energischer Livesound-Idealismus im Vordergrund: Gitarre, Schlagzeug und zwei junge Menschen hinter den Mikrofonen, die viel zu nett aussehen für das, was sie einem vor die Füße spucken. Möglichst roh sollte alles klingen, wie ein Konzertmitschnitt direkt aus dem Studio.

Die komplette Rezension, ein großes Interview mit Blood Red Shoes und über 70 weitere Plattenbesprechungen findet ihr in VISIONS 229, ab dem 28. März am Kiosk.

Leserbewertung: 9.0/12

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Kommentare (3)

Avatar von djtobsen djtobsen 19.12.2012 | 10:34

Völlig missratenes Album für meine Ohren, den Vorgänger habe ich geliebt, lief zeitweise auf Dauerrotation, besonders die erste Hälfte war ein Brett. Auf dem Nachfolger zündet so wirklich garnichts, abgesehen von der ersten Single, die am Ende aber auch durchs 0815 Songwriting langweilt. Was für eine Enttäuschung.

Avatar von mikerock mikerock 11.11.2014 | 21:53

Absolutes Highlight, das sich einem nicht so schnell erschließt wie die anderen BRS Platten. Nicht umsonst kann man den Großteil der Songs auf der aktuellen Tour live genießen.

Avatar von bartlomiej bartlomiej 17.03.2015 | 13:34

Schließe mich Mikerock an. ITTV enrschließt nicht so schnell, bietet nicht sofort den Wow-Effekt von Fire like This und Box of Secret. Wenn man sich aber ein bisschen Zeit lässt erhält man ein großartiges, atmosphärisch dichtes Album.

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