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1 Autor: Dennis Drögemüller

Skeletonwitch - Forever Abomination

Forever Abomination

Die Göteborg-Schule des Melodic Death Metal, den Bay-Area-Thrash der 80er, amerikanischen Black Metal – all das verschmelzen Skeletonwitch auch für ihr viertes Studioalbum auf atemberaubende Weise.

Das größte Kunststück der Band aus Ohio ist dabei vielleicht folgendes: In ihren kompakten Drei-Minuten-Songs passiert dermaßen viel, dass sie sich locker doppelt so lang anfühlen und trotzdem dreimal so glücklich machen wie normaler Extrem-Metal. Eventuell stimmten bei Forever Abomination einfach nur alle Rahmenbedingungen: Aufgenommen und produziert wurde das angenehm ungekämmte Album von Matt Hyde, der schon Slayer, Children Of Bodom und Hatebreed ins rechte Licht rückte, und mit Dustin Boltjes haben Skeletonwitch einen Neuzugang am Schlagzeug, dessen entfesselte Double Bass den Sound der Band auf ein neues Level hebt. Eventuell ist diese Band gerade aber auch einfach bloß in der Form ihres Lebens. Man muss sich nur anhören, wie in Choke Upon Betrayal rasender Black Metal in eine Melodie kippt, die In Flames früher genau so gemacht hätten, nur damit im nächsten Moment ein lupenreines Thrash-Metal-Riff den Song vorwärts schiebt, bevor das Kirk-Hammett-Gedächtnissolo jeden Zweifel beseitigt, dass an diesem Song auch nur das kleinste Detail nicht stimmen könnte. Das schließt ausdrücklich auch Sänger Chance Garnette ein, der sich zwischen Death und Black Metal hervorragend kehlig durch die Songs keift. Im Grunde kann jedes Stück des fiesen und atemlosen Höllenritts Forever Abomination als Beleg dafür gelten, wozu kompakt gespielter Thrash Metal im Schulterschluss mit benachbarten Genres heute noch fähig ist: zu echtem Hexenwerk.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.0/12

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Kommentare (1)

Avatar von Schalore Schalore 04.10.2011 | 16:20

arschgeil.

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