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0 Autor: Kathrin Hein

Trivium - In Waves

In Waves

Metal, bei dem man den Text verstehen kann, der einer Melodie Platz gibt, sich zu entfalten, und die atemberaubendsten Mittelteile hervorbringt.

In Waves startet wie ein Film mit dem alles vorwegnehmenden, dennoch nichts verratenden Song Capsizing The Sea. Bedrohlich und geheimnisvoll läutet ein Klavier hier ein Gesamtkunstwerk ein, kein Metal wie erwartet, und das ist auch gut so. Trivium schaffen den Brückenschlag von härtestem Metalsound mit brennenden Growls zu fragil zitternden Gitarrenparts mit betörender Leadstimme. Der Albumtitel ist vielseitig interpretierbar, stellt aber klar: Dieses Album bringt etwas in Bewegung. Es zerreißt die Ketten der festgefahrenen Metalszene, überschwemmt deren Grenzen und Gesetze. Auch der neue Drummer Nick Augusto hat seine Handschrift hinterlassen und bringt die Band auf ein Energielevel, das sie in dieser Höhe vorher nie erreicht haben. Auch die lange Vorbereitung zu den Aufnahmen und das Herumexperimentieren im Studio haben sich voll ausgezahlt. Auf In Waves stechen die ausgeklügelten musikalischen Details heraus und machen es zu etwas ganz Besonderem. Caustic Are The Ties That Bind fängt wild und ungezähmt an und überrascht seine Hörer mit einem unerwartet ruhigen Mittelpart, bei dem das clean eingespielte Gitarrensolo einem Schauer über den Rücken jagt. Wem das nicht hart genug ist, der wird mit Tracks wie Dusk Dismantled und A Skyline’s Severance mehr als bloß entschädigt und von Intensität geschüttelt. Vom Artwork über das Album selbst bis hin zu den Musikvideos und der kommenden DVD haben Trivium ihr eigenes Meisterwerk geschaffen, das viele ihrer Artgenossen ziemlich blass aussehen lässt.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.9/12

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