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0 Autor: Flo Hayler

Chuck Ragan - Covering Ground

Covering Ground

Gott sei Dank ist Chuck Ragan nach dem vorübergehenden Ende von Hot Water Music nicht professioneller Handwerker geblieben, sondern hat an seiner Solokarriere gefeilt. Die Kanten hat er aber drangelassen.

Interessierte sich für seinen ersten musikalischen Alleingang Feast Or Famine noch hauptsächlich die einsam und trauernd an verschlossenen Toren rüttelnde Hot-Water-Music-Gemeinde, konnte sich Chuck Ragan in den letzten Monaten eine eigene Fanbasis erspielen, abgeschöpft aus dem Publikum von Bands wie The Gaslight Anthem, Against Me! oder Social Distortion. Einige der auf Tour geschlossenen Freundschaften bekommen Anhänger seines verwegenen und geigenverzierten Folk-Sounds mit der dicken Kelle serviert, hat der Mann mit der Whiskeystimme doch einige treue Weggefährten um das Mikrofon geschart. Neben Brian Fallon und Frank Turner verwendete auch die liebreizende Audra Mae ein wenig Zeit und viel Hingabe auf Chuck Ragans Privataudienz in den Fireside Sound Studios von Los Angeles. Eingespielt in den wenigen Tagen zwischen seinen nie enden wollenden Konzertreisen, die er vor wenigen Jahren noch zum Wohl seiner Ehe willenlos geopfert hätte, zeugen die zehn Stücke auf Covering Ground von Bruce-Springsteen-Plattensammlung, Heimatverbundenheit und Fernweh gleichermaßen, stets umschlungen von Wurzeln aus Country und Gospel. Das mühsame Aufrechterhalten von traditionellen Werten in einem Leben aus Aufbruch und Veränderung ist der rote Faden von Covering Ground, einer Platte, mit der Chuck Ragan an einem Ort angekommen ist, an dem sich schon ganz andere, zum Beispiel Jack Kerouac, am wohlsten fühlten: unterwegs.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 10.2/12

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