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My Morning Jacket - Circuital

Circuital

Die Konsolidierung der weltbesten Soulprogband: Wie My Morning Jacket doch noch die Kurve gekriegt haben.

Es hätte auch auf einen Vier-Ohren-Test aus zwei Contra-Reviews hinauslaufen können. Dann nämlich, wenn Circuital den Weg seines Vorgängers Evil Urges weitergegangen wäre und auf dieser Seite Noch-nie-Fan Möde zum selben Schluss gekommen wäre wie Ex-Fan Plauk: My Morning Jacket sind durch. Doch der Pop-Unfall Evil Urges ist vergessen – Circuital ist eines dieser unwahrscheinlichen Psych-Rock-Alben mit Soul-, Prog- und Folk-Einschlag, wie es nur My Morning Jacket einfallen könnte. Im Grunde haben sie uns also nur etwas länger als gedacht auf den Nachfolger ihres wunderbaren Z warten. Geht es nach ihrem Sänger Jim James, dem immer noch eine der schönsten Stimmen Indie-Amerikas gehört, ist Circuital als Back-to-the-roots-Platte zu verstehen, die den Geist At Dawn atmet. Doch genau genommen hat es noch nie ein Album von My Morning Jacket auf so viele herausragende, unausgefranste Einzelsongs gebracht. Bestes Beispiel, weil bester My-Morning-Jacket-Song seit Lay Low – Holdin On To Black Metal. Nach dem titelgebenden Genre klingt dieses Groove-Monster natürlich nicht, fährt dafür aber schmissige Motown-Bläser, Kinderchor und ein knackiges Fuzzgitarrensolo auf. Mag ja sein, dass es im Proberaum von My Morning Jacket immer noch riecht wie auf einer Cannabisfarm: Circuital ist ihr erstes Album, dem man es nicht anhört.

Leserbewertung: 9.5/12

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