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0 Autor: Daniel Matuschke

Obits - Moody, Standard And Poor

Moody, Standard And Poor

Auf Bewährtes setzen: Obits machen auf "Moody, Standard And Poor" kaum etwas anders als auf ihrem Debüt – und damit heute genauso wenig falsch wie vor zwei Jahren.

Wieder hat die Band Washingtons Hardcore-Größe Eli Janney (Girls Against Boys) mit der Produktion beauftragt, und auch auf "Moody..." finden sich Garage-Punk-Songs, die von Rick Frobergs vielseitiger Stimme profitieren. Ehrensache, dass der Sänger auch das Artwork für das zweite Album entworfen hat. 40 Sekunden dauert es, bis er sich im Opener "You Gotta Lose" erstmals zu Wort meldet, dann ist man wieder mitten drin in der Welt der Band aus Brooklyn, deren Mitglieder ihre schroffen Jahre schon lange hinter sich gebracht haben, ihren Ursprung aus der Hardcore-Szene aber immer noch durchklingen lassen. Bloß ein wenig subtiler als damals: in den rauen Gitarren, dem energischen LoFi-Schlagzeug und den klugen, rebellierenden Texten. Gebündelt in "No Fly List", dem Riot-Moment der Platte, in den anderen Songs akzentuiert. Gekonnt eingesetzte Effekte machen tolle Songs zu herausragenden Songs: "Shift Operator" türmt eine Wand aus Fuzz-Bässen vor sich auf. "Spot The Pikey" unterhält als experimenteller Jam-Quickie in anderthalb Minuten zwischen den Hausherren und ihren Freunden aus Seattle, den Unnatural Helpers. "I Want Results" stöpselt dann zum finalen Gitarrensolo das Wah-Wah-Pedal vor den Verstärker. Dem 60s Sound räumen die vier Musiker auf "Moody..." ohnehin ein wenig mehr Platz ein als auf "I Blame You". Besonders Frobergs Gesang strotzt durch den wohl dosierten und gezielt eingesetzten Hall vor Coolness. Obits haben sich endgültig aus dem Schatten der Hot Snakes herausgespielt.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.0/12

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