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Torche - Songs For Singles

Songs For Singles

Beinahe unheimlich: Eine Band kann doch nicht kontinuierlich so wahnsinnig gut abliefern. Torche beweisen, dass das sehr wohl geht.

Wobei die Idee grundsätzlich Mist ist. Es ist schließlich so, dass die Band einen immens hohen Suchtfaktor erzeugt. Wer einmal Torches poppigem Gitarrenwand-Metal verfallen ist, der kann sich davon kaum noch lösen. Deshalb wartet jeder Fan spätestens seit mehrmaligem Hören des 2008er Albums Meanderthal auf die nächste Platte. Die steht noch aus. Oder man akzeptiert diese Acht-Songs-in-22-Minuten-EP als legitimen Nachfolger. Vertreten sind hier ohnehin alle Attribute, die man an Torche so innig liebt.

Und vielleicht muss man Songs For Singles (was für eine wunderbar simple Zweideutigkeit) auch als Übergang werten, ähnlich wie damals die In Return-EP. Damit bereitete sich die Band vor, ihr kaum beachtetes Debüt hinter sich zu lassen, um anschließend mit Meanderthal alles zu wollen. Die Platte ist der bisherige Höhepunkt einer von Torche eingefädelten Ehe aus doomigen Sludge-Gitarren und verspielten Melodiemätzchen. Diese Ehe wird mit Songs For Singles weiter gepflegt.

Dabei werden die schweren Zeiten außen vor gelassen und nur die guten zelebriert. Die ersten sechs Songs besitzen das übliche Torche-Format von nicht mal einer Minute bis knapp über zwei Minuten. Ein Orgasmus dauert schließlich auch nur wenige Sekunden. Trotzdem sehnt man sich immer wieder danach. Torche können aber auch länger. Face The Wall breitet sich aus und legt dem Shoegaze Blei an die Füße, während Out Again auf dem gleichen Thema über sechs Minuten herumreitet. Manchmal ist es auch zu schön, um einfach aufzuhören. Appetizer gelungen. Dosis akzeptiert. Bitte bald mehr.

Leserbewertung: 11.0/12

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