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Love Is All - Two Thousand And Ten Injuries

Two Thousand And Ten Injuries

Diese quirlig-süßen Schwedenpopper wollen sich einfach nicht so recht im Kollektivbewusstsein festbeißen. Liegt vielleicht an der Musik.

„Danke, aber das wäre doch nicht nötig gewesen“, möchte man dieser Platte entgegnen, „wir haben doch schon deine Vorgänger wieder vergessen.“ Hat man das so gesagt, möchte man sich sogleich wieder entschuldigen. Tut ja niemandem was, dieses dritte Album der Göteborger Love Is All. Aber das stimmt so nicht. Denn bisweilen nervt es schon ziemlich. Das liegt am schrägen Stimmchen von Josephine Olausson. Die geriert sich gerne als weibliches Pendant zu Hand-Clapper und Yeah-Sayer Alec Ounsworth. Manchmal möchte man gar mit einem Knebel auf sie losgehen, wenn sie wie ein kleines, keckes Mädchen ins Mikro jankt. Immer diese ganzen Möchtegern-Björks, das ist ja zum Verrücktwerden.

Wenn man sich von diesem Gesinge löst, bekommt man es mit sympathischen Songs zu tun. Die trippeln und tänzeln zwischen New Wave, Indiepop und Garagenpunk. Im Fall von "Repetition" kommt sogar so etwas wie ein Hit dabei heraus. Mit seinen sehnsüchtig klimpernden Gitarren ruft das Stück Erinnerungen an den letzten Griechenlandurlaub wach. Oder wenigstens an den letzten Besuch beim Griechen. "Never Now" könnte anders gesungen auch auf dem Debüt von Vampire Weekend zu finden sein. Einen Schritt weiter geht "Kungen", das wie The Clash beginnt und sich dann in einer Variation des Refrains von "Happy Together" ergeht. „Wie nett, wie niedlich“, möchte man jauchzen, „die süßen Schweden, die haben’s raus. Die können so putzig poppen, dass es eine wahre Wonne ist.“ Ist es dann aber irgendwie doch nicht.

Artverwandte

Envelopes - "Demon"
I’m From Barcelona - "Let Me Introduce My Friends"
Shout Out Louds "Howl Howl Gaff Gaff"

Bewertung: 5/12

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