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0 Autor: Jens Mayer

Soulfly - Omen

Omen

Nichts Neues, aber Überzeugendes vom Cavalera-Bruder: brachial-grooviger Neo-Thrash ohne Sperenzchen und Firlefanz.

Auch wenn sich die Rückkehr zum alten Sound und weg vom Weltmusik-Metal schon seit ein paar Alben vollzieht, wirkt es so, als habe vor allem das Bruderalbum der Cavalera Conspiracy Max wieder zurück auf den Trichter gebracht. Der große Cavalera hat eben seine besten Momente, wenn er sich einfach gehen lässt und ohne allzu viel Metaphysik und Ethno-Ambition drum herum draufloskloppt. Davon zeugt nun auch "Omen", das vom ersten Ton des Killer-Openers "Bloodbath & Beyond" bis zum vorletzten Stück "Counter Sabotage" keine Gefangenen macht. Das ist logischerweise nicht filigran, weder in Wort noch Ton, aber effektiv und treffsicher.

Zugegeben, der chillige Ausklang mit "Soulfly VII" tut dann auch mal gut und erinnert sogar an das Werk Carsten Bohns zur Europa-Hörspielzeit. Ansonsten besteht die Welt von Cavalera aus klaren Ansagen: "Lethal Injection", "Off With Their Heads", "Culture Vulture", "Mega-Doom" – noch Fragen? Mit der Auswahl der Gäste (Dillinger-Frontmann Greg Puciato und Prong-Chef Thommy Victor) zieht er zudem eine schöne Linie zwischen Vergangenheit und Gegenwart. Noch interessanter wird es aber auf den Bonus-Tracks der Special Edition, wenn Cavalera zusammen mit den Sohnemännern Sepultura und Excel covert. Für Soulfly-Anhänger ist das Album also unverzichtbar, aber auch für diejenigen interessant, die sich erst mit Cavalera Conspiracy wieder an den Brasilianer erinnert haben. Selbst wenn "Omen" im direkten Vergleich und in Punkto Hitdichte nicht mithalten kann.

Artverwandte

Cavalera Conspiracy - "Inflikted"
Nailbomb - "Point Blank"
Sepultura - "Chaos A.D."

Bewertung: 8/12

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