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0 Autor: Mathias Wittmann

Ash - A-Z Vol. 1

A-Z Vol. 1
  • VÖ: 30.04.2010
  • Label: Atomic Heart/Laser Laser/Rough Trade
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 206

Ihren Worten lassen Ash Taten folgen. Und was für welche. Nachdem sie 2007 angekündigt hatten, keine Alben mehr zu veröffentlichen, erscheint nun ihre erste Singles-Compilation.

Das Trio um Ex-Frauenschwarm Tim Wheeler verbreitete diese Nachricht vor knapp drei Jahren zur Veröffentlichung von "Twilight Of The Innocents", das also bis auf Weiteres ihr letztes Studioalbum bleiben wird. Die erste Compilation der vielen Singles, die seitdem erschienen sind und den "A-Z"-Zyklus bilden sollen (ein Song für jeden Buchstaben des Alphabets), könnte man nun natürlich auch als heimliches Konzeptalbum verstehen. Ash bewahren darauf ihr Erbe der Zusammenführung von noisigem Indierock und Britpop. Obwohl man zunächst versucht ist, der Band einen Strick aus dieser Unentschlossenheit zwischen Aufbruchsstimmung und Altbewährtem zu drehen, geht das Singles-only-Konzept doch erstaunlich gut auf. Mit der gewohnten Dynamik spielen Ash von der Elektro-Coming-Out-Hymne "True Love In 1980" bis zum standardmäßigen und vorhersehbaren "Command" die volle Bandbreite ihres Könnens aus. Breitbeinige Gitarrenriffs geben äußerst tanzbaren Melodien die Hand und fordern zum Abfeiern sowohl vor dem heimischen Badezimmerspiegel als auch in der Disco auf. Ash zelebrieren hier, was sie am besten können: mitreißenden Indierock, mittlerweile sogar im ursprünglichen Sinn des Begriffs. Sie spielen Songs, denen man das Gefühl der Befreiung anmerkt und nach denen man sofort Teil zwei von "A-Z" hören will. Wer nicht genug Geduld hat, um darauf zu warten, kann sich immerhin noch durch vier Bonussongs hören, die "A-Z Vol. 1" abrunden. Drei Jahre Wartezeit haben sich gelohnt. Und Ash brauchen wirklich keine Alben mehr zu machen.

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