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0 Autor: Matthias Möde

Kings Of Convenience - Declaration Of Dependence

Declaration Of Dependence

Nach dem Comeback, das eigentlich keines ist, muss man sich erneut Zeit nehmen, um nicht enttäuscht zu werden.

Hätten Kings Of Convenience auf ihr Debüt nicht eine ähnlich lange Durststrecke folgen lassen, und hätten sie nicht diesen Bandnamen gewählt, man hätte sich ob eines neuen Albums durchaus Sorgen gemacht. Doch über fünf Jahre nach „Riot On An Empty Street“ ist mit der dritten Platte der Norweger fast alles beim Alten. Auf dem Cover gucken Eirik Glambek Bøe und Erlend Øye in verschiedene Richtungen, die bereits bekannte junge Dame lässt sich am Rande blicken. Und dieses Mal fehlt auch die Akustikgitarre nicht, die auf „Declaration Of Dependence“ die erste Geige spielt. Es geht ruhiger zu – Kings Of Convenience verzichten auf die Aufforderung zum Tanz. Die Magie des zweistimmigen Gesangs, der jeder Schwiegermutter ein Lächeln ins Gesicht zaubern dürfte, haben sie sich hingegen bewahrt. Es knarzt und knistert in dieser grazilen, hippiesken Atmosphäre. Doch was lange währt, wird nicht nur gut, sondern schürt auch hohe Erwartungen, die nach einmaligem Hören enttäuscht werden könnten. Phasenweise scheint es, als sei der Akku nach der langen Pause, die zumindest für Whitest Boy Alive Øye keine war, fast leer – den Stecker hatten Kings Of Convenience ohnehin von Beginn an gezogen. Doch die Zeit heilt diese Wunde und meldet sich gewiss wieder, wenn auch ihr drittes Album für die Ewigkeit wächst.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 10.0/12

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