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0 Autor: Carsten Schumacher

Regina Spektor - Far

Far

Man stelle sich eine Mischung aus Björk und Chopin vor und stelle dem die Leichtigkeit Regina Spektors gegenüber. Irgendwie komisch. Wie sie selber.

Es geht so einfach dieser Tage. Formular-Seiten wie MySpace fragen die Einflüsse ab und andere machen sich ihren Reim drauf. Regina Spektor, die schrullige Russin aus New York mit ihrer Konservatoriums-Vergangenheit soll dann klingen wie... Wer? Mischt man dies nun mit ihrer steil ansteigende Popularität und der verstörenden Meldung, dass das nächste Album von ihr und vier anderen Leuten produziert wird (darunter ELO-Mastermind Jeff Lynne und Kollegen, die Musik von Maroon 5 über Pink bis U2 und Paul McCartney aufgenommen haben), wird alles nur noch bizarr. Das Cover der Platte tut ihr Übriges. Wurde sie begraben unter Einflussnahme und Ambition von Umfeld und Plattenfirma? Die Musik selber stellt zum Glück wieder alles richtig. Zumindest die sieben Titel, die die Plattenfirma vorweg hörbar macht – knapp die Hälfte des Albums also. Hier regiert die bekannte Leichtigkeit der Regina Spektor. „The sea is just a wetter version of the skies“, singt sie bei „Folding Chair“, wenig später imitiert sie einen Delphin. Sie leibt, sie lebt, hält ihren Kurs und setzt sich durch. Einige Songs sind etwas älter, wurden von ihr schon live gespielt, passen sich nun aber hervorragend ein. Blieben wir beim eingangs erwähnten Vergleich, stünde Chopin für unerschütterliche Romantik und Björk für lebensbejahende Merkwürdigkeit. Hits inklusive? Erleichterung.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 9.3/12

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