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Justice - A Cross The Universe

A Cross The Universe

Eine Tourdoku fürs Auge, eine Live-CD fürs Ohr. Beides taugt.

"These guys are the new rock'n'roll!", beteuert ein euphorisierter Konzertbesucher zu Anfang von "A Cross The Universe". Er hat Recht. Die DVD liefert stichhaltige Beweise. Gedreht wurde an 20 Tagen zwischen März und April 2008 während der Nordamerika-Tour von Justice. Es ist eine einstündige Dokumentation über zwei Typen geworden, die mit ihrer Musik mehr Glück als Verstand haben und sich cool und nonchalant ins Geschehen stürzen. Während die Kamera teils entzückende Eindrücke von Amerika einfängt, lassen sich Gaspar Augé (der Große mit dem Pornobalken) und Xavier de Rosnay (der kleine Süße) im Stakkato-Schnitt treiben. Ein Abriss: Xavier singt Anthony Kiedis "Under The Bridge" vor, der dabei befremdlich aus der Wäsche schaut. Kanye West wackelt im Konzertgetümmel. Der Tourmanager läuft die ganze Zeit mit einer Knarre rum, geht später mit seinen Buben an den Schießstand. Der sonor brummende Busfahrer versucht ins Guinness-Buch zu kommen: mit der tiefsten Stimme, deren Rekord bei 8 Hz liegt. Support-Anheizer Pedro Winter posiert halbnackt im Tourbus. Mädchen tanzen in knackigen Panties. Gaspard heiratet in Las Vegas. Einen Tag später fahren sie weiter – wo die Braut abgeblieben ist? Keiner weiß es. Und ab Minute 40 gerät das Unternehmen zusehends außer Kontrolle – bis Justice und ihr Manager direkt nach einem Auftritt mit Handschellen abgeführt werden. Rock'n'Roll!

Leserbewertung: 9.0/12

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