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KISS - Carnival Of Souls

Carnival Of Souls

Das hätt’s nun wirklich nicht gebraucht! Das einzig Tröstliche am ‘neuen’ Kiss-Album ist, daß es eigentlich schon alt ist und sehr bald Schnee von gestern sein wird. Gene Simmons und Paul Stanley haben lange überlegt, ob sie „Carnival Of Souls", das noch vor ihrer triumphalen Reunion-Tour in der Zwischenbesetzung mit Bruce Kulick und Eric Singer aufgenommen wurde, überhaupt veröffentlichen sollten. Leider haben sie die falsche Entscheidung getroffen. Dies hier ist ein Pseudo-Alternative-Rock-Album, das seine Urheber nur in seltenen Augenblicken preisgibt und ansonsten gut und gerne von einer dieser x-beliebigen Nineties-Rock-Combos stammen könnte, die in und um L.A. wohl auf ewig ihr Unwesen treiben werden. Die einstigen Gods of Thunder verblassen hier zum lauen Lüftchen und erinnern in den schlimmsten Momenten wie „Childhood’s End" oder „I Will Be There" gar unangenehm an Bon Jovi und gewisse AOR-Dinosaurier. Da sind die billigen Danzig-Riffs oder die dreisten Annäherungen an Alice In Chains („Rain") immer noch wesentlich erträglicher, doch wenn man bedenkt, daß „Carnival Of Souls" immerhin das 30. Kiss-Album darstellen soll, bleibt es schlichtweg eine Unverschämtheit. Aber das kann den Monsterclowns ziemlich egal sein, denn mindestens eine Million treuer Fans wird sich der Vollständigkeit halber auch dieses Machwerk in die Sammlung stellen wollen. Mein Beileid.

Bewertung: 2/12

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