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0 Autor: Jörg Staude

Keith Caputo - A Fondness For Hometown Scars

A Fondness For Hometown Scars

Life Of Agony sind für Keith Caputo der Spring Break, da ist er wieder 20. Der ältere, fast 35-jährige Keith, veröffentlicht seine besten Songs seit dem Debüt "Died Laughing".

Caputo war Emo, bevor irgendwer, noch nicht einmal er selbst, überhaupt wusste, was das ist. Klein, schüchtern, so stand er vor mir... Und betrieb mit einer Band namens Life Of Agony bezahlte öffentliche Selbsttherapie. Caputo ist mittlerweile Veteran, dementsprechend klingt Soloalbum Nummer vier: selbstsicher, an den richtigen Stellen verspielt und von einer kultivierten, dunklen Schönheit. Endlich lässt er wieder harte Rocksongs zu, "Trouble's Down" und "Devils Pride" sind aber keine Hommage an die 90er, sondern zeitlos wie seinerzeit "Weeds" ("Soul Searching Sun", 1996). Erstaunlicherweise und unerwartet legt sich nicht wie früher die Gesamtatmosphäre wie ein dicker, tiefer Hotelteppich Schritte dämpfend über die Songs, sondern es gibt die eine oder geniale Melodieführung ("Silver Candy"), die Chris Cornell schon seit Jahren nicht mehr gelungen ist. Gerade läuft "Got Monsters", ich habe wieder Gänsehaut. So muss das sein. "Died Laughing" (2000) hat einen würdigen Nachfolger.

Bewertung: 10/12
Leserbewertung: 8.5/12

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