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0 Autor: Jens Mayer

Hundred Reasons - Quick The Word, Sharp The Action

Quick The Word, Sharp The Action

Eine Band auf der Suche? Warum veröffentlichen die einstigen Emo-Rock-Durchstarter Englands ein Album, das nach work-in-progress klingt und Ratlosigkeit verbreitet?

Was soll man davon halten? War es den Briten beim letzten Album "Kill Your Own" noch so wichtig, dass der "Big Rock" wieder im Vordergrund steht, ist er auf "Quick The Word, Sharp The Action" so gut wie nicht mehr vorhanden. Frage: Wo sind denn die Gitarrenriffs hin? Antwort: Die Produktion versteckt sie irgendwo im Hintergrund. Schluss: Die Band will weg vom Rock, hin zum Pop. Bewertung: Plan gescheitert. Die vierte Platte von Hundred Reasons lässt einen ratlos zurück. Halbgar, unausgegoren, unschlüssig – so klingt die Veröffentlichung einer Band, die nicht recht zu wissen scheint, wo sie hin will (oder zumindest nicht weiß, wie sie ihre neuen Ziele erreichen kann). Hundred Reasons waren nie herausragende Songwriter, aber zumindest dazu in der Lage, unterhaltsame Rocksongs mit eingängigen, feinen Refrains zu schreiben. Geschätzte 85 Prozent der Stücke auf "Quick The Word..." wirken uninspiriert und halbfertig, rauschen belanglos vorbei (Ausnahme: "Boy" – kein Überflieger, aber ein guter Song). Noch ärgerlicher: Was sollen die beiden aufeinander folgenden Instrumentals "Pernavas Iela" und "The Shredder"? Zwei Mal zwei Minuten pures Füllmaterial zwischen ohnehin mauen Songs! Das Album wirkt wie ein übereifriger Schnellschuss, den Künstler veröffentlichen, die sich mitten im Selbstfindungsprozess befinden. Hätte man das noch mal ein paar Monate sacken lassen, wäre das Ergebnis vielleicht ein völlig anderes gewesen.

Bewertung: 5/12

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