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Dashboard Confessional - Dusk And Summer

Dusk And Summer

Mehr zuckrigen Emorock vom süßesten Typen, der sich je hat Ärmel in die Haut tackern lassen. Ein solides Bandalbum ist's geworden, mehr nicht.

Ein bisschen käsig ist das schon. Auf dem Frontcover ein verträumter Chris Carrabba. Auf dem Backcover ein in die Ferne stierender Chris Carrabba. So etwas gibt der Musik eine zusätzliche Klebenote. Die ist, vielleicht noch mehr als beim Vorgänger, ein reines Bandding geworden. Nicht mehr so viel Chris, der todtraurig und herzergreifend auf seiner Akustischen schrabbelt. Das hat – wie bei "A Mark, A Mission, A Brand, A Scar" – den Nachteil, dass die Songs weniger catchy, sprich: nicht mehr im-Chor-mitgröl-kompatibel sind. Auszusetzen gibt's ansonsten nichts. Mike Marsh ist nach wie vor ein brillanter Drummer und mit dem sympathischen Scott Schoenbeck (The-Promise Ring) gibt ein Bassist sein Stelldichein. Da die Counting Crows für viele Menschen nicht als "guilty pleasure" gelten, sondern ob der Schmierkäse-Hymne "Mr Jones" volle Daseinsberechtigung genießen, hat Chris deren Front-Dreadlocke Adam Duritz eingeladen. Der darf beim vorweihnachtlichen "So Long, So Long" mitkuscheln. Ach ja: Vor dem ersten Song gibt's zwei versteckte Stücke. Ob das originell oder umständlich ist, muss jeder mit sich selbst ausmachen. Einer der Songs ist jedenfalls die Interims-Single "Vindicated" vom "Spiderman II"-Soundtrack und vielleicht der Beste auf der Platte. Die ist übrigens schon fast ein Jahr alt und wird von Universal mal eben auf den Markt geschmissen. Warum bloß? Dashboard Confessional hatten mit "Hands Down" hier doch einen veritablen Hit. So einen offenbart "Dusk And Summer" nicht.

Bewertung: 6/12

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