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0 Autor: Jens Mayer

Pierce The Veil - A Flair For The Dramatic

A Flair For The Dramatic

Before Today war gestern. Pierce The Veil wollen mehr: anspruchsvollen Screamo-Prog-Pop. Am Ende zu viel?

Die Vorgängerband Before Today konnte nicht überzeugen. Zu spät kamen sie mit ihrem eingängigen Screamosound (das war 2004 – unfassbar, dass es nach wie vor zahlreiche Nachahmer gibt, die sich an den simplen Regeln des Spiels unkreativ abarbeiten), um noch einen großen Blumentopf zu gewinnen. Das haben sich die Brüder Vic (Gesang, Gitarre) und Mike Fuentes (Schlagzeug) auch gedacht, die andere Hälfte der Band ausgewechselt und sich in Pierce The Veil umbenannt. Ambitionierter und musikalisch überraschender sollte die neue Musik klingen. Das haben sie geschafft. "A Flair For The Dramatic" pendelt recht stilsicher zwischen den Polen eingängigen Mainstream-Screamos à la The Used und der progressiveren Equal-Vision-Abteilung (Fall Of Troy, Circa Survive). Kein Song ist durchweg straight, immer wird ein auflockernder/aufbrechender Part eingebaut, oft atmosphärisch, aber auch mal augenzwinkernd ("Currents Convulsive" zitiert Michael Jacksons "Smooth Criminal"). Das Problem bleibt, dass sie keine eigene Stimme gefunden haben und mit Songs, die gut, aber nicht begeisternd sind, kaum hervorstechen. Nahezu jeder Part erinnert an eine andere Band, die das Ganze vielleicht nicht besser gemacht hat, dafür aber früher.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 12.0/12

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