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0 Autor: Sascha Krüger

Harmful - 7

7
  • VÖ: 16.02.2007
  • Label: Nois-O-Lution/Indigo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 167

Prominent verstärkt finden die Rodgauer mehr denn je ihr Heil in guten Melodien. Ordentlich rausgerotzt und derb gedrückt wird trotzdem auch weiterhin.

2006 muss ein gutes Jahr gewesen sein für Aren Emirze. Sein Emirsian-Soloprojekt z.B. begeisterte vom Fleck weg und nahm die Hörer im Sturm – und, offen gesagt, mehr als jede Harmful-Neuveröffentlichung bisher. Gut, er hatte mit dem herrlichen Singer-/Songwriter-Werk auch die Überraschung auf seiner Seite. Noch so eine Überraschung – und ein weiterer, für sie schöner Effekt des abgelaufenen Jahres – war Billy Goulds Interesse an dieser Band. Der ehemalige Faith No More-Mann produzierte nicht nur das neue Harmful-Album, sondern stieg hernach auch gleich noch als zweiter Gitarrist ein. Nun sind Harmful also zu viert, und das hört man: Der Sound ist voll und rund, es brät und bratzt mehr als angemessen. Kein allzu großes Wunder, entstand "7" doch mal wieder – wie schon die frühen Krachwerke – in der Troisdorfer Blubox von Guido Lucas. Doch hinter den erstaunlich kompakt arrangierten, gelegentlich Stakkato-artig peitschenden Klanggewittern verbergen sich richtig gute, betont Melancholie-getriebene Melodien. Wäre es weniger brachial, könnte man glatt von Harmfuls Pop-Platte sprechen. So ist "7" eine weitere gelungene, aber nur um Nuancen andere Platte als die letzten drei Vorgänger. Mithin ein super Stoff für alle, die schon immer Freund waren. Wer’s bisher nicht war, wird's vermutlich auch jetzt nicht unbedingt werden müssen.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 9.7/12

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