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1 Autor: Philipp Welsing

Mono - You Are There

You Are There
  • VÖ: 26.05.2006
  • Label: Temporary Residence/Cargo
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 159

Mono mit Konzept. Ein Album über Tod und den Verlust, den er für andere bedeutet. Geisterhaft und groß.

Ein langes Intro wie fünf Folgen "Twin Peaks". Bis Gitarrentöne die Stimmung heben und sich mit Bass und Becken aufschwingen. Mono lassen es dabei wieder zu einem Höhepunkt kommen, der Mogwai die Krone nehmen könnte. Nur haben die den Weg freigemacht, sind weg vom lauten Weg. Wo "Walking Cloud..." unkategorisierbar wurde, viel anfing und wenig beendete, wo das Leise das Laute nicht finden konnte und im Experiment orientierungslos umherirrte, kommt nun wieder das eine Extrem zum anderen. Wie auf "Under The Pipal Tree", nur viel größer. Es geht hier um das irrationale Gefühl, das Musik erzeugt. Das Ziel: ein Erleben des Verlusts, den der Tod mit sich bringt. Die optische Vorlage der Band: das todtraurige Lars-von-Trier-Drama "Breaking The Waves". Starker Tobak, in seiner morbiden Schönheit über alles erhaben. Auf ihrer letzten Tour verkauften Mono Shirts mit dem Aufdruck "Are You There?". Ein Engel versucht darauf, jemanden am Arm vor dem Absinken zu retten. Hier die Antwort: Es war vergeblich.

Bewertung: 9/12
Leserbewertung: 10.3/12

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Kommentare (1)

Avatar von Nitschke Nitschke 26.05.2018 | 19:10

DIES IST DAS WELTWEIT BESTE POSTROCK ALBUM ALLER ZEITEN...ohne Worte...

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