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0 Autor: Philipp Welsing

Sick Of It All - Death To Tyrants

Death To Tyrants

Wo andere dem Stil Schaden zufügen, kitten Sick Of It All ein paar Lücken. Kraftstrotzender, final tighter Hardcore alter Schule.

"Let’s celebrate that we don’t give a fuck/ Let’s celebrate that we don’t care/ With a middle finger high in the air", so begrüßen uns Sick Of It All. Und: Man darf Hallo sagen! Die sind gekommen, um zu bleiben, während überall um sie herum die Schiffe sinken. Agnostic Front sind zur Parodie ihrer eigenen Brotherhood/Pride/Tough Guy-Masche verkommen und musikalisch wertlos, die jüngere Generation gibt sich orientierungs-, gehalt- und fleischlos (zuletzt Raised Fist). Der Oldschool-Hardcore strauchelt, ist im Fallen. Tja: Was man besser machen kann, um ihn vor dem Torf zu retten, zeigen uns Sick Of It All. Auch sie sind keine Poeten (s.o.), aber Lou Koller nimmt man jedes verdammte Wort ab. "Death to tyrants!" – Scheiße ja! Hat er Recht. Es ist alles eine Sache der Überzeugungskraft. Hier wird nicht versucht, wie bescheuert zu drücken, hier passiert das einfach. Von Natur aus. Man gibt sich nicht pissed, man ist es. Statt stumpfer Schlammkost aus dem Riffsumpf gibt es schöne, bisweilen originelle Oldschool-Breakdowns, fixe Knüppel-Geraden, aber auch überraschende Riff-Schlenker, die schlicht Spaß machen. Einen Song wie "Scratch The Surface" werden sie wohl nicht mehr schreiben. Aber sie kommen ihm immer wieder ganz nah. Das ist mehr, als man von dieser Band 2006 erwarten kann. Auf die ist Verlass.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 8.3/12

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