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0 Autor: Brittal Helm

Metric - Live It Out

Live It Out

Lados Goldhändchen greift zum zweiten Mal übers Meer und zieht die kanadischen Cardigans an Land.

Nach Gossip sind die Erwartungen hoch. Und werden übertroffen. Denn was das immer überraschungsgute Hamburger Label Lado hier locker aus dem Handgelenk auf die Plattenspieler des Landes wirft, kann viel und hat alles. Toronto-Hintergrund zum Beispiel und Freundschaft zu Broken Social Scene, die ja in der Musikstadt aller Musikstädte immer auch musikalische Kooperation in Kollektiven, Nebenprojekten und Gastauftritten bedeutet. Vor allem aber: Potenzial im Fortgeschrittenenstadium, das seit dem Debüt "Old World Underground, Where Are You Now" endlich nicht mehr nur im Keller blüht. Da wäre Emily Haines auch fehlplatziert; ihre dunkle Seite verpackt sie lieber in Texte, die sie unangestrengt avantgardistisch und plakativ ohne Plattheiten mit einer Stimme zwischen <a href=http://www.visions.de/artists/17261/nina-persson" >Nina Persson, Cerys Matthews und Susanna Hoffs in, auf, über die Metric-Songs singt. Und anders als bei den amerikanischen Labelmates um Beth Ditto oder dem kanadischen Umfeld geht es hier nicht um Disco-Post-Irgendwas oder futuristische Multiinstrumentalwelten, sondern um sehr präsenten Pop. Mit genug Ecken, Kanten und Klippen, um weder klebenzubleiben noch abzurutschen, mit genug Synthies und Frankophonie, um Kunst zu sein, mit genug Gitarreschlagzeugeinsätzen an den richtigen Stellen, um nicht lupenrein zu sein, aber immer und vor allem der nächste Diamant, den es zwischen all den Strasssteinen der Welt zu entdecken gilt.

Bewertung: 9/12

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