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14.06.2022 | 08:00 0 Autor: Online Redaktion RSS Feed

10 Songs mit... Musa Dagh

News 32590

Foto: Robert Sokol

In unserem Format "10 Songs mit..." stellen Musiker:innen zehn Songs zu einem Thema zusammen und erzählen, was diese ihnen bedeuten. Heute mit: Musa-Dagh-Frontmann und -Gitarrist Aren Emirze. Der Alternative-Musiker präsentiert zehn Titel, die ihm im Laufe seines Lebens eine Gänsehaut verpasst haben.

01. Jeff Buckley - "Grace"

Als ich damals das erste Mal den Song hörte beziehungsweise auf MTV sah, blieb die Zeit gefühlt kurz steh'n und die Kinnlade verabschiedete sich aus meinem Kontrollzentrum (passt nicht zu mir). Was für eine Stimme, was für eine Melodieführung und was für ein Gitarrenspiel. Ein großer Song und ein noch größeres Album.

02. PJ Harvey - "The Glorious Land"

"Let England Shake" ist sicher eines meiner zehn Inselalben und "Glorious Land" ist wahrscheinlich mein Lieblingssong auf dem Album. Liebend gerne würde ich wissen, ob die Trompetenidee in diesem Song geplant war oder doch ein Zufall. Ich liebe PJ Harveys Alben. Ihre subversive Kraft, stimmliche Ästhetik und Energie. Eine Meisterin.

03. Slayer - "Raining Blood"

Was soll ich zu dem Song schreiben. Fühlt sich etwa so an, als würde ich John Bonham als meinen Lieblingsschlagzeuger angeben und Marlon Brando als Lieblingsschauspieler. The best of Slayer in einem Song. "Reign In Blood" ist bis zum heutigen Tag eine meiner absoluten Suchtplatten.

04. Elliott Smith - "Everything Means Nothing To Me"

Das Album "Figure 8" kaufte ich mir damals, ohne zu wissen, was auf mich zukommt, kurz nachdem sein tragischer Suizid bekannt wurde. Der Anfang einer großen Liebe. Besonders "Everything Means Nothing To Me" verschlug mir die Sprache. Ein genialer Meister des harmonisch-disharmonischen Songwritings. Elliott Smith war definitiv der prägendste Einfluss und die Initialzündung für mein Emirsian-Debüt "A Gentle Kind Of Disaster".

05. Sufjan Stevens - "Death With Dignity"

Der Song, der mir in melancholischen Momenten sehr einfach Tränen in meine Augen treiben kann. Seine Musik durchdringt mich fast wie eine Art Osmose, die fast schon heilende Wirkung auf mich hat. Ich liebe seine zahlreichen Alben. Ein weiterer Meister, der es wie fast kein anderer versteht, tiefe Emotionen in Musik und Texte zu packen.

06. Unsane - "Sick"

Meine absolute Lieblings-Liveband. Mit meiner damaligen Band Harmful waren wir 2003 glücklicherweise gemeinsam mit Unsane auf Europa-Tour und ich schaute mir wirklich jeden Abend ihre komplette Show an. Das brachiale Riff von "Sick" und Chris Spencers Gesang katapultierten mich jeden Abend auf einen anderen Planeten. "I'm Sick" - mit diesen Worten schrie ich mir im Mob die Seele aus dem Leib und erlangte so jeden Abend ein unbeschreibbar gesundes Glücksgefühl. Absolute Katharsis!

07. Aphex Twin - "Come Go Daddy"

Für mich ein Genie und Pionier der elektronischen Musik. "Come To Daddy" ist zugegeben ein untypischer Aphex Twin-Song und wirkt sicher mit dem dazugehörigen genialen Video von Chris Cunningham um ein Vielfaches mehr. Trotzdem bleiben die Bilder im Kopf und der Song reißt mich immer wieder mit... besonders der Mitteilteil mit dem fast endlosen Schrei. Unbedingt das Video checken!

08. The Beatles - "A Day In The Life"

Seit meiner Kindheit liebe ich die Beatles. Was wäre die Welt ohne sie. Als John Lennon 1980 tragischerweise erschossen wurde, sah ich meinen Vater das erste Mal weinen, während er den Song "A Day In The Life" auflegte und mir von dieser Tragödie erzählte. John Lennons Gesangsstimme ist wohl eine meiner liebsten, besonders bei diesem zeitlosen Song.

09. Black Sabbath - "Symptom Of The Universe"

Black Sabbath' "Symptom Of The Universe" - Tony Iommi ist der absolute Meister des Heavy-Riffs und der Grund für mein Musikerdasein. Ich war zeitweise besessen von dieser Band. Die ersten sechs Alben fühlen sich nach wie vor wie eine Enzyklopädie des harten Rock an, und "Symptom Of The Universe" aus dem Jahr 1975 ist für mich das beste Riff aller Zeiten. Was für eine Band und was für ein Song.

10. Ministry - "The Fall"

Nach dem Mega-Album "Psalm 69" waren viele enttäuscht von dem Nachfolger "Filth Pig". Zugegeben, der Sound war schrill, die Songs spröde und gewöhnungsbedürftig, aber im Nachhinein ist es eines meiner Lieblingsalben von Ministry und "The Fall" der Gänsehaut-Song dieser mächtigen Band. Sphärisch, groß und voller Emotionen. Für mich ist es Al Jourgensens bester Text und seine intensivste Gesangs-Performance.

Spotify-Playlist: 10 Songs mit... Musa Dagh

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