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17.03.2021 | 13:03 1 Autor: Jan Schwarzkamp RSS Feed

Wegen Verschwörungsmythen: Veranstalter veröffentlichen offenen Brief an das Docks und die Grosse Freiheit 36

Die Hamburger Konzert- und Festivalveranstalter FKP Scorpio, Karsten Jahnke und weitere haben sich in einem Schreiben an zwei Traditionsclubs der Stadt gewandt. Deren Betreiber hatte zuletzt mit fragwürdigen Statements zur Coronavirus-Pandemie für Unmut in der Branche gesorgt.

Bereits vor einigen Tagen positionierte sich das Hamburger Elektro/Punk-Label Audiolith in einem Facebook-Post gegen die Clubs Docks und Grosse Freiheit 36 - und damit gegen ihren Betreiber Karl-Hermann Günther. Schon seit Beginn der Pandemie seien die Clubs "komplett auf Schwurbler-Kurs. Die Wände der beiden Clubs wirken seit einem Jahr wie ein Sammelsurium von wahnhaften Verschwörungstheorien rund um das Virus."

Auf Schriftstücken ist vor den Clubs zu lesen, dass man sich "bewaffnen" solle - und zwar mit Wissen, das man sich über diverse aufgezählte Internet-Kanäle beschaffen solle. Leider allesamt verschwörungserzählerische Portale mit fragwürdigen Inhalten.

Mehrere große Konzert- und Festivalveranstalter wie die in Hamburg ansässigen FKP Scorpio (u.a. verantwortlich für Hurricane, Southside und Highfield), Karsten Jahnke, das Reeperbahn Festival und weitere haben sich nun in einem gemeinsam unterzeichneten offenen Brief an die beiden Traditionsclubs gewandt. Da heißt es: "Mit großer und wachsender Enttäuschung haben wir in den vergangenen Monaten beobachten müssen, dass ihr zunehmend gefährlichem und demokratiefeindlichem Gedankengut ein Forum bietet. Spätestens mit indirekten Aufrufen zur Gewalt und dem Verweis auf rechtspopulistische und verschwörerische 'Medien', die diesen Namen nicht verdienen, hat unsere Geduld ihr Ende gefunden."

Das ganze Statement könnt ihr unten lesen. Bei der Geschichte dürfen einem vor allem auch die ganzen Angestellten des Docks, der Grossen Freiheit 36, dem Kaiserkeller und auch dem Kieler Club Traumfabrik leid tun, die unter den propagandistischen Alleingängen ihres Chefs leiden müssen - was ihre angespannte Situation als seit einem Jahr Arbeitslose nur noch verschärft.

Facebook-Post: Offener Brief an Docks und Grosse Freiheit 36

Kommentare (1)

Avatar von Sarukusu Sarukusu 18.03.2021 | 08:59

Gut dass sich die Veranstalter dagegen positionieren, kommt aber reichlich spät. An der Traumfabrik hängt die Wandzeitung mit dem selben Schwurbler Inhalt schons seit Sommer 2020.

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