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26.02.2016 | 11:14 0 Autor: Dennis Drögemüller RSS Feed

Michael Gira (Swans) dementiert Vergewaltigungsvorwurf

News 24541

Foto: Andy Catlin/Brian Kelleher (CC BY 2.0)

Die Singer/Songwriterin Larkin Grimm hat Swans-Sänger Michael Gira vorgeworfen, sie vergewaltigt und sexuell bedrängt zu haben. In einem Statement schilderte sie, wie sie in der Vergangenheit längerfristig Übergriffen durch Gira ausgesetzt gewesen sei. Gira dementierte die Anschuldigungen und kündigte an, sich gegen die Behauptung zu wehren.

In ihrem Post gab Larkin Grimm an, Michael Gira habe sich an ihr vergangen, während beide 2008 gemeinsam an Grimms "Parplar" gearbeitet hatten. Der Swans-Frontmann, der damals als Labelchef und Produzent von Larkin fungierte, habe sie demnach nach einem gemeinsamen Abend mit Freunden vergewaltigt, an dessen Ende Grimm nach eigener Aussage "zu betrunken, um auch nur geradeaus zu laufen" gewesen sei, woraufhin Gira ihr angeboten habe, mit ihm bei seinen Freunden zu übernachten. "Ich bin einfach weggedämmert. [...] Etwas später wachte ich auf und er war mit seinem Penis in mich eingedrungen."

Gira habe laut Larkin daraufhin den Übergriff beendet, sich ihr aber in den folgenden Monaten immer wieder in sexueller Absicht genähert. Erst nach dem Abschluss der Albumarbeiten und gemeinsamen Touren zu der Platte habe Grimm Gira wegen der Vorfälle konfrontiert. Daraufhin habe er sie von seinem Label geworfen. Die Musikerin sei nach eigener Aussage daraufhin in lebensbedrohliche Depressionen abgerutscht. Grimm sagte, es gehe ihr "nicht um Rache. Ich bin nicht wütend. Ich will nicht Michael Giras Leben zerstören." Stattdessen habe sie den Vorfall einfach nicht länger verschweigen können und wolle einen gesamtgesellschaftlichen Wandel anstoßen. Unten findet ihr das Statement im Wortlaut.

Gira dementierte die Anschuldigungen in einem eigenen Post. "Ich bin schockiert", schrieb Gira darin. "Das ist eine verleumderische Lüge. Ich werde meinen Namen energisch gegen diese furchtbare Verleumdung verteidigen." Auch Giras Frau Jennifer meldete sich zu Wort. Sie sagte, Grimm sei frustriert darüber gewesen, dass Gira sie von seinem Label geworfen habe und habe den Musiker daraufhin mit Emails und Textnachrichten belästigt und bedroht. "Ich habe BEWEISE, in Larkins eigenen Worten, dass ihre Vergewaltigungsvorwüfe gegen Michael nie passiert sind. Ich wiederhole: Sie sind falsch", sagte Giras Frau in Bezug auf Nachrichten von Grimm an Gira, die sie angeblich gesammelt habe. Außerdem schilderte sie, dass sie selbst einen Entführungs- und Vergewaltigungsversuch verletzt überstanden habe und daher mit Opfern sexueller Gewalt fühle.

Erst kürzlich gab es in der Rockwelt einen Fall, in dem einem PR-Manager von zahlreichen Frauen sexuelle Übergriffe vorgeworfen worden waren. Unter anderem hatten sich auch Bethany Cosentino von Best Coast und Chelsea Wolfe von Übergriffen berichtet. Der Beschuldigte Heathcliff Berru war daraufhin von dem Posten in seiner PR-Firma zurückgetreten und hatte öffentlich Probleme mit Drogen und Alkohol als Auslöser für sein Verhalten angeführt.

Facebook-Post: Larkin Grimm über die angeblichen sexuellen Übergriffe durch Michael Gira

I will give you some history about why I am sharing the story about Thomas Sayers Ellis's abusive behavior now. I didn'...

Posted by Larkin Grimm on Donnerstag, 25. Februar 2016

Facebook-Post: Michael Gira reagiert auf Anschuldigungen von Larkin Grimm

re horrible accusations from larkin grimm about me:I am completely shocked myself. This is a slanderous lie. I will...

Posted by Michael Gira on Donnerstag, 25. Februar 2016

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