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27.06.2012 | 11:03 5 Autor: Britta Helm RSS Feed

Gender-Special – Weiterlesen

News 16485Auf acht Seiten geht es in VISIONS 232 ums Thema Gender. Das ist natürlich längst nicht genug, deshalb kommt hier die Bücherliste zum Dranbleiben.

Wer nur ein einziges Buch zum Thema liest, nimmt am besten eins zum Mitmachen. Kate Bornstein ist schon lange überzeugt, dass es viel mehr als nur zwei Geschlechter gibt und hilft mit ihrem "My Gender Workbook" dabei, das eigene (das auch keins sein kann) zu finden. Statt grauer Theorie gibt es Fragebögen ("Hast du einen Penis?", "Welche Rolle spielt dein Alter dabei, wie wohl du dich mit deinem Gender fühlst?", "Vor wem hast du Geheimnisse?") und Denkanregungen, bei denen am Schluss die Erkenntnis steht: Wir sind fast alle irgendwie transgender. Wissenschaftlicher lässt sich das in Klassikern wie Judith Butlers "Das Unbehagen der Geschlechter" nachlesen.

Um Popkultur und Geschlechterrollen geht es zum Beispiel in Sonja Eismanns (Hg.) "Hot Topic", Katja Peglows und Jonas Engelmanns (Hg.) "Riot Grrrl Revisited" und der "Testcard Gender". Das Buch zum amerikanischen "Rock'n'roll Camp For Girls" sammelt mit Unterstützung von Beth Ditto, Carrie Brownstein und Kaia Wilson ganz praktische Tipps zu Songwriting, PA-Aufbau und Selbstverteidigung.

Terrance Dean packt in "Hiding In Hip Hop" über schwule Rapper aus, Christine Beatty erzählt in "Not Your Average American Girl" autobiographisch von Drogensucht, Prostitution und dem Leben als Transfrau im Heavy Metal und Lynn Breedlove in "Götterspeed" aus der queeren Fahrradkurier-Punkszene San Franciscos.

Wer Comics mag, fängt mit Ariel Schrags Highschool-Erlebnissen, beginnend mit "Awkward", oder Alison Bechdels klugem "Fun Home" an. Bei Zeitschriften gibt es neben feministischen Popkultur-Magazinen wie der amerikanischen "Bust" oder dem deutschen "Missy Magazine" auch Spezialitäten wie das "Tom Tom Magazine", das sich ausschließlich mit Schlagzeugerinnen beschäftigt. Und schließlich sind Zine-Distros eine Fundgrube für jede Art von Gender-Fragen; das Queer Zine Archive Project hat es sich zur Aufgabe gemacht, möglichst viele davon online zu sammeln.

Das große Special zum Thema Gender in der Musik lest ihr in VISIONS 232 - ab heute am Kiosk.

Kommentare (5)

Avatar von Indo Indo 27.06.2012 | 11:17

so, die visions geht jetzt auch als emma durch? ist das auch sowas wie selbstfindung? mein neues ich, als magazin und meine zielgruppe. ich miene wer braucht sowas in einer toleranten welt und die ist der rock zirkus eigentlich aus meiner erfahrung heraus.

Avatar von DerBolzen DerBolzen 27.06.2012 | 11:38

Ich würde auch vermuten, das der durchschnittliche Visions Leser eher aufgeschlossen ist. Aber nachdem ich den Artikel gelesen habe, bin ich mir nicht mehr sicher ob ich nicht doch schlimm sexistisch bin.

Avatar von bloodredboots bloodredboots 27.06.2012 | 13:07

Wenn die Rockwelt so tolerant ist, warum fühlt ihr euch dann auf den Schlips getreten? Ich jedenfalls freu mich auf das Special!

Avatar von DEADPUMPKIN DEADPUMPKIN 27.06.2012 | 13:16

Inhaltlich in Ordnung und mit Hingabe geschrieben, nur fand ich die 8 Seiten im Heft ein wenig überdimensioniert, genau wie den von der Autorin hier platzierten Literaturhinweis. Generell sollte Visions von der Gewichtung her lieber mehr "bei seinen/ihren Saiten" bleiben.

Avatar von Le Stoffi Le Stoffi 27.06.2012 | 13:50

Mimimimi... hauptsache, erstmal meckern. Wartet doch lieber mal den Bericht ab. Ich jedenfalls freue mich schon drauf.

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