0 Autor: Daniel Hofmann

Gore - Mest/694’3

Mest/694’3

Wir erinnern uns: Das niederländische Trio Gore beeindruckte in den Jahren 1986 und 1987 mit zwei kompromißlosen Instrumental-Alben, deren Cover wahlweise aufgespießtes, rohes Fleisch bzw. ein schlichtes Küchenmesser zierten. Nach einer Split Live-LP mit Henry Rollins (der übrigens Produzent Theo Van Eenbergen abwarb) schoben die Niederländer mit „The Cruel Peace" ein technisch anspruchvolles, aber in sich langatmiges Doppel-Opus nach, das den beiden Vorgängern nicht das Wasser reichen konnte. Nach mittlerweile drei weiteren, durchaus interessanten, jedoch ebenfalls nicht herausragenden Veröffentlichungen soll „Mest/694’3" an alte Tage anknüpfen, was ansatzweise mit Stücken wie „House Of Suspicion" gelingt, insgesamt jedoch zu gewollt wirkt. Da der Ur-Formation bis auf Bassist Marij Hel weder Gitarrist Pieter de Sury noch Schlagzeuger Danny Lommen (jetzt beim Caspar Brötzmann Massaker tätig) verblieben sind, wissen Gore mittlerweile nur bedingt zu gefallen. Nicht wirklich schlecht, doch an Klassikern wie „Mean Mans Dream" gemessen muß sich „Mest/694’3" mit dem dritten Platz begnügen.

Bewertung: 6/12

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