1 Autor: Stefan Layh

Samavayo - One Million Things

One Million Things
  • VÖ: 19.02.2010
  • Label: Sector B/Rough Trade
  • Erschienen in: VISIONS Nr. 204

Mit Moog und Mellotron dekoriert, geschmacklich fad: Samavayo greifen nach den Sternen, haben aber nur solide Stoner/Elektro/Funk-Kantinenkost auf der Pfanne.

Gegenüber dem puren Stoner-Debüt "Death.March.Melodies!" (2005) ist "One Million Things" ein mit Effekten gesüßtes Stil-Allerlei: Vom grimmigen Monster-Lärmwall bis zum trippig-jazzigen Titelstück servieren Samavayo ein buntes Rock-Buffet mit Zutaten aus Elektro, Funk und Pop. Dass die Berliner sich öfters in verspielter Selbstverliebtheit verzetteln, ist schade. Schlimm ist, dass sie ihren Anspruch, mehr zu bieten als Rock nach Vorschrift, mit Worten konterkarieren. "We are the kings of the road/ And everywhere we go/ Is a party and we show you/ How to feel alright", stellt Behrang Alavi in "Red End" klar. Bei "Rollin'" singt er: "Get down with heroin/ Come clear with gasoline/ I keep on rollin'."

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 11.3/12

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Kommentare (1)

Avatar von leon21 leon21 30.03.2011 | 10:47

Hab die Band live kennen gelernt und kann das mal empfehlen. An Rollin kann ich mich erinnern, war glaube der letzte Song und der halbe Club hat den Refrain mitgesungen, war n geiles Konzert und anschließend hab ich die Platte gekauft und ja muss der Kritik recht geben, zwischen live und dieser Platte ist ein großer Unterschied, nicht, dass die One MIllion Things schlecht ist, nein, sie ist halt anders als Live, Live rockts auf die 12, und die Platte ist eher was für Liebhaber von Sounds, Verspielt und Experimente. Mag ich trotzdem auch.

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