14.02.2013 | 14:41 49 Autor: Online Redaktion RSS Feed

With Full Force - Mit Frei.Wild, ohne uns

News 17976Völkisches Gedankengut auf einem Festival für alle: Mit Frei.Wild hat das With Full Force eine Band bestätigt, die sich mit nationalistischen Tendenzen in der Mitte der Gesellschaft positioniert. VISIONS will das nicht unterstützen und zieht sich deshalb aus der Präsentation des Festivals zurück.

Am Dienstag kündigte das With Full Force Festival, das Ende Juni in der Nähe von Leipzig stattfindet, die Verpflichtung von Frei.Wild als "die momentan angesagteste, zugkräftigste und umjubelste, aber auch eine der umstrittensten Bands des Streetpunk-Sektors" an. "Gehasst und geliebt – das trifft es perfekt. Wir stehen für Toleranz, beteiligen uns nicht an Hexenjagden und freuen uns, Euch die Band zum Jubiläum erneut präsentieren zu können."

Schon 2010 trat die Südtiroler Band in Roitzschjora auf, damals noch als relativ unbekannte Deutschrock-Band – zumindest für uns, denn wir als Festivalpräsentatoren nahmen die Band zum damaligen Zeitpunkt schlichtweg nicht wahr. Dabei waren Textpassagen wie "Kurz gesagt, ich dulde keine Kritik/ An diesem heiligen Land, das unsre Heimat ist/ Drum holt tief Luft und schreit es hinaus/ Heimatland, wir geben dich niemals auf" (aus "Südtirol") kaum als harmlose Heimatliebe misszuverstehen. Was die Band selbst mit ihrer Südtiroler Herkunft erklärt, erinnert zugleich immer wieder stark an Gedanken und Werte des klassischen Rechtspopulismus.

So wundert es nicht, dass sich der NPD-Funktionär Patrick Schröder in einem Web-TV-Beitrag angetan über Frei.Wild äußert: "Die Band ist zwar nicht zu 100 Prozent auf unserer Linie, aber zumindest zu 80 Prozent, und sie geben 30 Prozent davon zu. Wir haben aus dieser Band die Möglichkeit, noch in extremerem Maße zu profitieren als früher durch die Böhsen Onkelz." Die rechte Vergangenheit von Sänger Philipp Burger, der seine frühere Rechtsrock-Band Kaiserjäger heute als "Jugendsünde" umschreibt, wird dabei sicherlich auch zu einem Sympathiebonus in der rechten Szene beitragen.

Statt sich jedoch – wie etwa der ehemals rechte Liedermacher Felix Benneckenstein – ganz klar als Aussteiger zu positionieren, sprechen Frei.Wild mit doppelter Zunge: deutschtümelnde wie nationalstolze Texte werden nun mal nicht besser oder gar relativiert, wenn bei Konzerten der Band „Nazis raus!-Sprechchöre angestimmt werden.

Dass nicht jeder Frei.Wild-Fan gleich rechts von der Mitte ist, versteht sich von selbst – wie es sich mit Burger verhält, kann jedoch nach wie vor in Frage gestellt werden. So ist Burger laut offiziellem, inzwischen von der Webseite der Band genommenen Statement "nicht etwa deswegen [aus der rechten österreichischen Partei Die Freiheitlichen ausgetreten], weil ich Schuldgefühle habe oder mit dem Parteiprogramm nicht einverstanden wäre, soviel ist sicher, sondern weil ich […] eingesehen habe, dass es etwas zwiespältig ist, Parteimitglied zu sein und gleichzeitig Distanz von der gesamten Politik zu nehmen."

Die Band selbst behauptet immer wieder, unpolitisch zu sein. In ihren Texten weisen Frei.Wild jeden Vorwurf in diese Richtung von sich: "Wir haben immer gesagt, dass wir das Land hier von Herzen lieben/ Balsam für die Seele, wie wir euch damit provozieren/ Ihr seid dumm, dumm und naiv/ Wenn ihr denkt, Heimatliebe = Politik/ Dumm geboren" (aus "Das Land der Vollidioten"). Aufkeimende Kritik – die Veranstalter des With Full Force nennen es "Hexenjagd", an der man sich nicht beteiligen wolle – wird sogar mit einer Anspielung auf die Verfolgung der Juden durch die Nationalsozialisten verglichen: "Nichts als Richter/ Nichts als Henker/ Keine Gnade und im Zweifel nicht für dich/ Heut gibt es den Stempel, keinen Stern mehr" (aus "Wir reiten in den Untergang"). Und in einem Song wie „Wahre Werte“ werden Parolen verkündet, wie man sie von Rechten kennt: "Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen/ Wenn ihr euch ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen". Wir sind weder der Meinung, dass diese Textpassagen unpolitisch sind, noch glauben wir, dass „Gegen Rechts!“-Aktionismus diese Aussagen wettmacht.

Das Video zum Song „Halt die Schnauze“ von 2008 zeigt eine weitere Seite der Band, die wir in einem hohen Maße ablehnen. Dort heißt es: "Du hast mich provoziert/ Nichts als Hass geschürt/ Und mich nichts als schikaniert/ Jede Meinung ignoriert/ Es war dir scheißegal/ Ganz im Gegenteil/ Provokation total/ Und feurig fatal/ Ich sag’s dir ein allerletztes Mal/ Halt die Schnauze!" Dazu laufen Bilder, in denen jemandem ins Gesicht geschlagen und anschließend auf den am Boden Liegenden eingetreten wird. Die Bilder in Kombination mit dem Text machen die Aussage klar: Hau die um, die dich provozieren, und tritt rein, wenn sie am Boden liegen. Ab wann Gewalt zum probaten Mittel wird, ist dabei nur noch abhängig von der Länge der Zündschnur des Provozierten.

Weil die Band längst große Hallen ausverkauft und kommerziellen Erfolg verbucht, warnen Politiker, Politikexperten, Journalisten und Bands davor, dass gerade die scheinbar harmlosen Texte von Frei.Wild helfen, rechtes Gedankengut in der Mitte der Gesellschaft zu verankern.

Auch wir glauben, dass die Band dem Rechtspopulismus zu sehr in die Hände spielt, um als unpolitisch gelten zu können. Den Auftritt einer solchen Band wollen wir nicht unterstützen und ziehen uns deshalb aus der Präsentation des With Full Force zurück. Das ist schade um eine langjährige Partnerschaft und die von uns geschätzten Bands wie Every Time I Die, Down oder Sick Of It All, die schon vor Frei.Wild für das Festival bestätigt waren – nicht aber um Unantastbar, um eine andere Nachfolgeband von Kaiserjäger, die sich ebenfalls am rechten Rand bewegt.

Als Festivalveranstalter mit Toleranz zu kokettieren und "Hexenjagden" abzulehnen, wenn es um abgrenzenden Nationalismus geht, geht uns gegen den Strich. Deshalb findet das With Full Force 2013 ohne VISIONS statt.

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Kommentare (47)

Avatar von Johnny_Gruber Johnny_Gruber 14.02.2013 | 15:04

Ich finde die Abgrenzung zum Rechtspolitisch in Ordnung, jedoch glaube ich das ein "Boykott" des Festivals die richtige Message ist. Klar ist das ein Nein zum Nationalsozialismus aber für alle anderen kann das auch ein Verlust darstellen.
Mit dem Verzicht schadet es dem Festival und den anderen, kleineren Bands meine Erachtens etwas.
Und nur wegen einer Band ein ganzes Festival aus dem Programm zu schießen
ist für mich ein bisschen Overkill. Mich würden die Beweggründe interessieren weshalb sich Visions von ganzen Festival abwendet und nicht nur von der Band. Es gäbe meiner Erachtens auch andere Lösungen, wie zum Beispiel keine Berichterstattung über Frei.Wild oder Sponsoring.

Naja es ist wie es ist. Für mich ist die Message, Festival bezogen, falsch, aber Rechts bezogen korrekt.

Avatar von John John 14.02.2013 | 15:33

Das ist ein sehr gutes Statement. Und es ist vor allem kein Boykott - sondern konsequentes Handeln. Die Frage muss eher an eben alle anderen gestellt werden? Kann man es verantworten als Band, Veranstalter oder Sponsor für den Auftritt einer Band verantwortlich zu sein, deren Tendenzen alles andere als nicht eindeutig sind. Darüber wie Frei.Wild funktionieren ist genug gesagt. Der Verzichtet schadet dem Festival nicht - sondern nutzt einer Art politischen Minimalkultur, wenn man sich eben auf die Fahnen schreibt, gegen Nationalismus zu sein. Die Organisatoren des WFF haben hier eher Schaden angerichtet, in dem sie auch noch in den Tenor der Frei.Wild-Unterstützer einstimmen und von einer Hexenjagd fabulieren, anstatt sich den nüchternen Fakten zu stellen. In den letzten Monaten hat sich alarmierend gezeigt, was da eigentlich los ist. Bemerkenswert war in diesem Zusammenhang der Shitstorm, der sich über Jennifer Rostock ergoss. In der schnell durch Facebook (!) gelöschten Kommentarspalte waren neue rechte Bewegungen wie die "Identitären" vertreten - und überhaupt versammelte sich der rechteste Rand zur Unterstützung der 'unpolitischen' Frei.Wildler. Will man mit diesen Fans ein Festival verbringen?
Wie will man sich also von "nur" einer Band verabschieden und ein Festival einfach laufen lassen? So geht das nicht - und hier hat das Visions wirklich konsequent gehandelt. Ich wünschte mir Bands ziehen nach! Schnell und konsequent.

Avatar von mighty* mighty* 14.02.2013 | 15:36

Würde die Visions das WFF weiterhin präsentieren, dann steht dem Festival natürlich auch Werbefläche im Heft, oder Werbebanner auf der Internetseite usw zu.
Finde es gut, dass der Name dieser Band dadurch wenigstens aus der Visions rausgehalten wird.
Richtige Einstellung!

Avatar von schwuchow schwuchow 14.02.2013 | 16:18

Das einzige Problem, dass ich mit der Entscheidung von Visions habe ist, dass dadurch der Band schon wieder viel zu viel Aufmerksamkeit zuteil wird und sich deren Fans trotzig als Opfer darstellen werden. Da trägt die - meiner Meinung nach durchaus berechtigte - Stigmatisierung der Band eher dazu bei, sie für Jugendliche interessant zu machen. Da jedoch das FullForce leider der Profitgier erlegen ist und sich das Nachdenken über Wohl und Wehe von Freiwild spart, ist es wohl richtig von Visions, die Unterstützung zu entziehen. Das Problem ist dabei trotzdem, dass dabei der Kampf gegen viel offeneren Rechtsradikalismus auf der Strecke bleiben könnte, weil sich medial so sehr an der Band abgearbeitet wird. Ich finde ein Hinweisen auf die national-völkische Attitüde der Band auch sehr wichtig, nur sehe ich eine Gefahr, dass dadurch der gesellschaftliche Rachtsradikalismus aus der medialen Berichterstattung verdrängt wird. Tiefbraun verseuchte Landstriche in Vorpommern und die Übergriffe auf Linke und Andersdenkende drohen dabei zur Randnotiz zu werden, wenn stets nur eine prollige Haudrauf-Band im Vordergrund der gesellschaftlichen Beschäftigung mit Rechts steht.

Avatar von BLUES BLUES 14.02.2013 | 16:34

Hab mir grad "Land der Vol.lidioten" angehört, da ich sonst noch nichts von denen gehört hab. Der Text ist widersprüchlich da es schwerlich zu vereinbaren ist, Politik zu verneinen und sich trotzdem nicht als Ana.rchist bezeichnen will. Man muss natürlich Natio.nalismus und Sozi.alismus als 2 unterschiedliche Komponenten verstehen. Daher ist es richtig Nat.ional-Stolz nicht gleich mit Nat.ional-Soz.ialimus über einen Kamm zu scheren. Ich persönlich sehe aber die Stadt und das Land in dem ich geboren wurde als Zufallsprodukt an, es sei denn meine "Seele hat sich vor meiner Geburt meinen Körper ausgesucht". Da mir persönlich noch niemand begegnet ist der sich daran erinnern kann; oder besser sich Frei-Wild nicht daran erinnern können; ist es irra.tional auf einen Zufall stolz zu sein. Ich kann jedoch von der Schönheit der sächsischen Schweiz singen, auch wenn ich nicht dort geboren bin. Fazit: Ein emotionaler Disput fußend auf einem Mangel an Differenzierung und Logik. Also wie immer eigentlich! Zum Verständnis könnte man jedoch sagen dass Südt.irol offensichtlicher unter Frem.dherrschaft steht als so genannte Deut.sche. Doch leben wir alle in Herrs.chaftssystemen und sind somit (wenn auch unbewusst freiwillig) fremdgesteuert und unterdrückt PUNKT

Und wenn ihr so sehr ein Problem mit Gewalt habt: Warum verurteilt ihr nicht die Ärzte für "Ein Song namens Schunder"?

Avatar von häxe73 häxe73 14.02.2013 | 17:09

Ja wär cool wenn da jetzt auch noch einige Bands mitziehen würden und mit der Aussage "nicht mit denen auf der gleichen Bühne stehen zu wollen" ebenfalls verzichten.
VISIONS könnte ja mit allen Verzichtern ein Alternativ-Festival aufziehen bei dem alle Zuschauer die ihre Karte nicht mehr loswerden mit der WFF Karte rein dürfen. ok das war jetzt ne Spinnerei.

Avatar von Michael Schlosser Michael Schlosser 14.02.2013 | 17:31

Sollte ein Magazin sich nicht eher um Einigung, Vermittlung und Vermeidung von Konflikten bemühen, anstatt Spaltung, Ausgrenzung von Menschen, die anderer Meinung sind zu betreiben - und wenn ich mir das o.e. Statement durchlese fast schon Hass gegenüber einer Band und ihrer Anhänger (die natürlich alle durchgehend tumbe "Nazis" sind) zu erzeugen...? Hier werden immer und immer wieder die gleichen Quellen zitiert und immer wieder das gleiche wiedergekäut. (@ NPD: Was zum Kuckuck kann eine Band dafür, von wem sie gehört wird ?!? - Wurde den Ärzten zum Vorwurf gemacht, als eine NPD Demo mit ÄRZTE SOngs beschallt, durchgeführt wurde?!? Natürlich NICHT!) Die Band Frei.Wild setzt sich seit Jahren gegen jede Form von Extremismus und Rassismus ein, natürlich werden auch von Euch immer nur die Passagen zitiert, die in euer links-grünes Weltbild passen... Es gibt die bereits seit 13 Jahren. Jetzt wo der Kommerzielle Erfolg da ist und die größten Hallen bespielt werden, kommen sie alle um die Band zu diffamieren. Das ist schon sehr durchschaubar und nicht nur verlogen, auch inkonsequent und einseitig, wenn ihr auf der anderen Seite linksradikale Tendenzen bei Bands verharmlost...
Der Gedanke, dass auch Frei.Wild eine Vergangenheit haben könnten, aufgrund der sie eben eine andere Haltung zu den Themen Heimat, Patriotismus und Nation haben, als der politisch korrekte bundesdeutsche Durschschnitts-Linke, ist Euch aber nicht gekommen,oder?
==>"Ihr könnt euch hundertmal medienwirksam gegen Nazis engagieren - das kostet kein Geld, tut nicht weh und bringt gute Presse, ich weiß -
aber eure persönliche Anti-Fascho-Bilanz wird am Ende des Tages
negativ ausfallen. Denn was bringt es, in einem nazifreien Raum "Nazis raus" zu brüllen? Außer dem guten Gefühl, das Richtige zu tun, und den sicheren, leicht verdienten Beifall der eigenen Claqueure? Nichts, genau."

Avatar von Karl Auer Karl Auer 14.02.2013 | 18:05

Richtig so !

Avatar von onkelfu onkelfu 14.02.2013 | 18:17

Der Vergleich zum schunder-song der ärzte hinkt schon deshalb, weil jener song sich selbst nicht ernst nimmt. Und das dazugehörige video unterstreicht das nochmal. Bei dem frei.wild-song im verbund mit dem video ist nicht zu erkennen, dass das nur spaß ist.
Und zu der sache mit der npd: das problem ist nicht, dass frei.wild von denen gehört wird, sondern das zitat zu diesem sachverhalt (frei.wild nützlicher als böhse onkelz für die zwecke der npd).

Avatar von SENNI SENNI 14.02.2013 | 18:22

Ich habe mich seit Jahren nicht mehr hier angemeldet, da sich meine musikalischen Interessen vom "Visions-Kerngeschäft" wegbewegt haben. Heute bin ich mehr oder minder zufällig auf die Frei.Wild-Kontroverse gestoßen (worden), und ich muss sagen, dass ich mich sehr über das Handeln von Visions freue. Konsequent und anerkennungswürdig. Ihr wart während meiner Teeniezeit die Triebfeder meiner musikalischen Sozialisation und ich bin froh, dass ihr noch immer auf der "guten Seite" steht. Weiter so, und vielen Dank für diese positive Nachricht.

Avatar von Michael Schlosser Michael Schlosser 14.02.2013 | 19:57

soeben gelesen auf der WWF-Seite: Trifft den Sachverhalt sehr sehr gut bzgl. der scheinheiligen Doppelmoral der Gutmenschen beim Visions:
( so im Original alles kleingeschrieben btw)

klares eigentor von der vision !

da boykottieren sie das beste line up , das WFF jemals auf die beine gestellt hat wegen freiwild ..... wegen freiwild ? .. verrückt ! ;)

als grund werden die handelsüblichen vorwürfe irgendwo abgeschrieben und als die puplikative .... äh , tschuldigung ultimative wahrheit verkauft ^^ ( wenns ja wenigstens eigene erfahrungen wären ) und stellen die veranstalter als unmündige ahnungslose dar , die sich ja anscheinend mit freiwild nicht genug beschäftigt hätten , die aber offensichtlich die grösseren eier haben , weil sie sich nicht an der hexenjagd von freiwild beteiligen , sondern jedem fan selbst überlassen will was er gerne hört !

das wff war schon immer ein festival wo alle strömungen zusammenkamen und alle schiedlich friedlich zusammen feierten , im moshpit gab es keine unterschiede ... die vision berichtete jahrelang begeistert darüber ^^

aber wem schadet dieser boykott denn wirklich ?
dem festival ? freiwild ? dem wff festival ? den fans ?

nö .... der vision alleine !

denn sie treten feige die flucht an , anstatt die möglichkeit zu nutzen sich wirklich mit freiwild und deren fans auseinanderzusetzen , evtl. eine diskussion anzustreben , wie man mit dem phenomen freiwild umgeht und dann auch darüber journalistisch zu berichten !

in zeiten in denen die fans sich ihre informationen grösstenteils kostenlos aus dem internet ziehen , ist dieser boykott ein klares eigentor , wirbt doch die vision mehr für sich auf dem festival , als die vision für das festival ^^

..... bitte dann auch nicht nach den akreditierungen betteln ! ;)

auch die doppelmoral und scheinheiligkeit von der vision , sollte man hier noch hervorheben , verurteilen sie doch freiwild für etwas , was sonst in der vision abgedruckt wird ... eben nur von ausländischen bands in anderen sprachen ... da gehts , das ist ok ?

ihr heuchler !

========================================================

Besser hätte man es nicht sagen können, Super Statement !!

Avatar von foolfighter80 foolfighter80 14.02.2013 | 19:58

Vorweg: ein sehr gut formuliertes, sauber und klar aufgebauter Text, der die Beweggründe klar und nachvollziehbar darstellt.
Zur Sache verstehe ich die Aufregung nicht - wenn Visions sich nicht mit dem Booking identifizieren kann und nicht als Sponsor mit der Band in Verbindung gebracht werden will ist das doch das gute Recht der Redaktion.

Avatar von foolfighter80 foolfighter80 14.02.2013 | 20:12

@Michael Schlosser: LOL. Abgesehen davon dass das Magazin VisionS mit S heißt (da fängt die unsachliche Auseinandersetzung schon an) lässt dieses "super Statement" so ziemlich alles vermissen was "Super" sein könnte. Die Argumentation ist unlogisch, nicht in einer nachvollziehbaren Argumentationskette aufgebaut, strotzt von unangebrachter kriegsnaher Kraftsprache, die genau ein Grund für die Antipathie zu Freiwild ist (Zitat: "dann treten sie Feige die Flucht an" - wo sind wir hier, in einem ideologischen Krieg??).
Und ganz nebenbei, bei mir hat sich eine Regel im Internet bewährt: wer Gross- und Kleinschreibung nicht beherrscht, in einem Absatz gefühlte 20 Ausrufezeichen braucht und am Satzende sinnfrei Leerzeichen zwischen letztem Wort und Satzzeichen einbaut, schreibt meistens auch entsprechende Inhalte.
Cheers

Avatar von Tano Tano 14.02.2013 | 22:12

Ich kann mich da foolfighter80 nur anschließen. Die Visions Verlag GmbH möchte sich offensichtlich nicht mit einem Festival in Verbindung bringen, das eine der bekanntesten und meistdiskutierten (Rechtsrock-)Bands in seinem Line-Up unterbringt. Ob das gut oder schlecht ist, ob das überhaupt mit einer solchen Terminologie zu beschreiben ist oder was sich der Visions Verlag davon verspricht, ist -und das kann nun wirklich niemand abstreiten- Sache der Visions Verlag GmbH.
Ich finde diesen Vorstoß gut, unterstützenswert und beispielhaft. Das zusätzlich eine Stellungnahme dazu veröffentlicht wurde ist lediglich ein Entgegenkommen für die Besucher des With Full Force, damit man nachvollziehen kann (oder es zumindest versuchen kann) warum sich hier ein langjähriger Präsentator zurückzieht.
Leider muss man in diesem Zusammenhang auch feststellen, dass viele Menschen scheinbar so verbohrt in ihrer Ansicht sind, eben jene Band sei nicht rechtspopulistisch, das man ihnen mit rationalen und logischen Argumenten nicht begegnen kann ohne gleich denunziert zu werden. Solch ein Verhalten lässt tief blicken und offenbart auch einiges über die geistige Haltung sowie die geistigen Möglichkeiten jener Hörerschaft, ersteres gleicht oft der Farbe meines Stuhls und zweiteres scheint arg beschränkt. Schade um das Festival, bemerkenswerte Haltung eines (an sich) unpolitischen Magazines.

Avatar von schwuchow schwuchow 14.02.2013 | 22:58

Mensch, wo ist denn der Kommmentar hin, in dem Freiwild mit verfolgten Juden verglichen werden. Über den wollte ich mich doch noch gebührend aufregen...

Avatar von cornello cornello 14.02.2013 | 23:28

Unter den Supportern/Sponsoren auf der WFF-Seite fehlen unterdessen auch Jägermeister und das Tätowiermagazin. Gabs da schon Stellungnahmen?

Avatar von chris1988 chris1988 15.02.2013 | 02:20

Wo andere Magazine (Metal Hammer/ EMP) noch im Sommer ganze Ausgaben mit fragwürdigen "Deutschrockbands" und bei dem letzten Onkels Album (2004) sämtliche Heftcover, Interviews, Reviews usw das Heft aufgefüllt wurden, setzt ENDLICH! ein Musikmagazin ein klares Statement! Solchen Bands sollte man keine Plattform geben. Schade dass es nicht jedes Magazin/Festival/Veranstalter bis jetzt verstanden hat. Ist die Musikbranche so kaputt dass man Profit über solche Bands einholt?

@ an alle Frei.Wild "fans"

Olli Schulz drückst sich sehr gut zu so einem Thema aus (ab 2:00)

http://www.youtube.com/watch?v=i_KO1h3bRKs

Avatar von Ruadh Ruadh 15.02.2013 | 08:28

Ich möchte die Band nicht in Schutz nehmen und eigtl. ist mir diese Band auch total egal. Ich mag sie einfach nicht. Dennoch möchte ich erwähnen, dass Südtirol nicht zu Österreich zählt, sondern zu Italien. Weswegen ich denke (und Wikipedia sagt das Gleiche), dass der Sänger nicht in der FPÖ war, sondern in der Südtiroler Partei die Freiheitlichen.
Wiki Link: http://de.wikipedia.org/wiki/Frei.Wild#Kontroversen_und_politische_Einordnung (2. Absatz, 1. und 2. Zeile)

Avatar von BLACKADDER BLACKADDER 15.02.2013 | 09:02

@chris1988:

Es passiert genau das Gegenteil, die Visions gibt der Band FW durch diese medienwirksame Aktion eine (jede Wette) mehr als willkommene Plattform!
Diese Band wird dadurch nur noch populärer und dass die Visions sich vom Force zurückzieht, interessiert in 2 Wochen keine Sau mehr.

Ich mag die Band nicht, gehe aber trotzdem zum Force. Weil es ein Festival ohne Scheuklappen ist und ich dort noch niemals irgendwelche rechtsradikalen Tendenzen festgestellt habe.

Man kann es Eigentor oder wie auch immer nennen, aber einen Nutzen zieht aus dieser Aktion nur einer - und das ist Frei.Wild!
Herzlichen Glückwunsch...

Avatar von CaptainMorgan1984 CaptainMorgan1984 15.02.2013 | 09:05

Oh ich liebe Olli Schulz - Ich schau in meinen Freundeskreis und ärgere mich über Ausflüchte wie "Wer sagt, das Frei.Wild rechts ist, der hat keine Ahnung!" oder "Die sind nicht rechts, die haben sich so häufig distanziert!" ... Und wenn ich dann nach Beispielen frage, die ein Distanzieren belegen, dann blicke ich in ausdruckslose und verwunderte Gesichter.

Wenn ich bei McFit bin und dort stehen 4 Skins, von denen 3 Lonsdale-Shirts tragen und ein weiterer ein Bandshirt von Frei.Wild; ich mich nach dem Training dann nur 1 Stunde an den Rechner setzen brauche, um im Internet zu recherchieren und meine Meinung bzgl. der politischen Einstellung der Band zu festigen, dann wundere ich mich nicht mehr über die ausdruckslosen und verwunderten Gesichter.

Diese Drecksband braucht niemand - und schon gar nicht ein Festival und noch weniger Visions.

So nebenbei. Ich war 2011 beim Highfield. In der Nacht, in der Seed spielte, saß ich mit irgend nem Typen unter nem Bierzelt auf dem Zeltplatz und hab Bier getrunken. Ein paar Zelte weiter lief Wolfgang Petry. Irgendwelche Besoffenen Idioten kamen dann wohl auf die Idee den Liedtext zu ändern, auf jeden Fall wurde fröhlich "Sieg Heil!" gegröhlt. Ein paar mal haben wir das durchgehen lassen, aber dann sind wir rüber gegangen und haben damit gedroht nachts wieder zu kommen und während die Idioten schlafen die Zelte anzuzünden. Hat gewirkt!

Was ich damit sagen will - selbst auf dem Highfield, auf der Bands wie Rise Against, Foo Fighters, Seed und viele mehr spielten, gab es Idioten, die sich nichts dabei gedacht haben den alten Nazi zu grüßen - Wie soll es denn werden, wenn auf dem WFF in/bei Leipzig eine bekannte Deutschrockband mit fragwürdiger politischer Einstellung auftritt.

Ich würde, selbst wenn ich eine Karte hätte, allein aus diesem Grund nicht anreisen! Von daher - SEHR GUTE und EINZIG RICHTIGE ENTCHEIDUNG!

Avatar von chris1988 chris1988 15.02.2013 | 10:40

@ BLACKADDER


Ja, Die Band erhält Aufmerksamkeit durch die Aktion. Irgendwie muss
man ja die Problematik ansprechen. Ein NPD verbot erhält in ganz
Deutschland auch Aufmerksamkeit. Du erhältst auch Aufmerksamkeit
wenn du vor einer Schulklasse oder in der Uni einen Vortrag hältst.

ABER,

du gibst jemanden nur dann eine Plattform wenn du seine Musik,
Interviews, Gedankengut veröffentlichst. NICHT jedoch wenn du
aufklärst, die Problematik ansprichst und dich klar dich
positionierst. Jeder muss (wie bei einem Vortrag) entscheiden
was richtig und was falsch ist, klar. Doch die Beweislage spricht
nicht pro Frei.Wild. Dies sollte nicht verharmlost werden. Fakt!

Avatar von GeorgeOrwell1984 GeorgeOrwell1984 15.02.2013 | 10:58

@Michael Schlosser: Es ist immer wieder erstaunlich, dass diejenigen, die anderen ideologische Verbohrtheit vorwerfen, gar nicht merken, wie verbarrikadiert sie eigentlich selbst sind. Deine ganze Argumentation beruht auf der Ablehnung eines "linksgrünen Weltbildes", wie du es nennst und bezieht sich null auf Frei.Wild. Du meinst, in dem du Kritiker der Band in irgendeine Ecke drängst, hebst du Frei.Wild. gleich auf ne neue Stufe. Am besten auf die der Opfer. Oder noch besser: Auf die, derjenigen, die über Scheuklappen erhaben sind, im Gegensatz zu den dummen Roten, deren Welt so einfach aussieht. Ich hab das schon so oft gehört, dass ich mich mittlerweile gar nicht mehr drüber aufregen kann. Von mir aus kann man mich jede Minuten meines Lebens Kommunistenschwein nennen. Um das, was Frei.Wild an Texten fabriziert für ziemlich bedenklich zu halten, muss ich allerdings einfach nur Demokrat sein, egal ob grün, rot, schwarz oder gelb. Wer mehr oder weniger der Nazi-Parole "Wer Deutschland nicht liebt, soll Deutschland verlassen" (von der man auch in Südtirol schon gehört haben könnte) edingungslos zusimmt, der kann eben sehr wohl etwas dafür, wenn NPD-Funktionäre ihn richtig klasse finden. Und das ist nur ein Textbeispiel von vielen. Ich muss da keine Alben rauf und runter hören (Gott bewahre) um das mehr als nationalistisch zu finden. Das würde dir auch jeder vernünftige Liberale und Konservative so sagen. Und wenn man Herrn Burger eins ganz gewiss nicht vorwerfen kann, dann, dass er blöd ist. Nein, dieser Mann ist ziemlich intelligent. Er weiß genau, bei wem seine Texte wie ankommen, wer sie wie findet, welches Publikum das (auch) anzieht und er findet das auch alles ganz schön so. Wahrscheinlich gehört er selbst sogar zu den Leuten, die differenzieren können, aber er weiß eben ganz genau, dass er genug andere anspricht, denen diese Differenzierung am Arsch vorbei geht. Was die Sicht auf Linke angeht, gehörst du übrigens auch dazu. Daher ein kleiner Hinweis von mir: George Orwells "1984" gilt als größtes Machwerk über und gegen den Sozialismus, es wird in allen Medien, die sich gerne gegen linke Thesen jeder Art stellen, abgefeiert wie sonst was. Und jetzt kommt der Clou: George Orwell hat im englischen sozialistischen Arbeiter- Widerstand gekämpft und sich Zeit seines Lebens als Sozialist bezeichnet. Das, was er in seiner Anti-Utopie als "EngSoz" bezeichnet ist die Ausgeburt des Stalinismus, den er tatsächlich verachtet hat wie der konervativste Republikaner in den USA. Nur mit dem kleinen aber feinen Unterschied, dass er dies als Sozialist und nicht als halber Nazi tat. Er konnte eben differenzieren. Das geht allen an, die in ihrem Leben durch irgenwelche Erfahrungen wohl für immer geschädigt sind. Da kann man dann wohl schon aus Sozialisationsgründen nicht viel mehr erwarten als ideologische Tiraden, die ohne jegliche Substanz einfach in den Raum gesabbelt werden.

Avatar von RAY RAY 15.02.2013 | 11:29

Eine gute Entscheidung von VISIONS!

Dass dadurch diese Band mehr Aufmerksamkeit bekommt, ist zu verschmerzen, denn die hat sie ja ohnehin. Die Alternative wäre ja Klappe halten, dulden und damit weiter salonfähig machen. In meinen Augen keine Lösung.

Vielleicht bringt der Schritt von VISIONS die Diskussion über diese Band weiter in Lauf. Wirkliche Fans wird man von Frei.Wild nicht abbringen. Aber es gibt immer auch eine Menge junger Zuhörer, die unreflektiert die besungengen völkisch-nationalistischen Weltbilder übernehmen. Mitunter werden jene durch solche Aktionen zum Nachdenken angeregt.

Avatar von tim1374 tim1374 15.02.2013 | 11:51

sehr gute und einzig richtige entscheidung von euch! danke, weiter so!

Avatar von Size_of_an_Ocean Size_of_an_Ocean 15.02.2013 | 14:13

Mein tiefster Respekt für diese mutige und vollkommen richtige Eintscheidung.

Festivalguide hat sich auch schon zu Frei.Wild geäußert, scheint aber noch auf eine Stellungnahme der Veranstalter zu warten: http://www.festivalguide.de/festivals/news/23070749/freiwild-beim-with-full-force

Avatar von CAILLOU CAILLOU 15.02.2013 | 15:09

DANKE!!!

Avatar von Pablito05 Pablito05 15.02.2013 | 16:36

Ein Musikmagazin mit ´Cojones´ in einer Welt voller medialer Scheuklappen in der das Totschlagargument ´Gutmenschentum´ dazu führt dass keiner sich mehr traut für Überzeugungen einzutreten. Weiter so, -p-

Avatar von Conny76 Conny76 15.02.2013 | 21:08

Recht Dumm. Habt Ihr euch mal "Schlauer als der Rest" angehört?
Man kann bei fast jedem und allen was finden...
Sinnlose Hexenjagt.
Sehr schade eigentlich.

Avatar von toemse toemse 15.02.2013 | 21:09

Danke. Endlich....

Avatar von lorks lorks 15.02.2013 | 21:18

Dieser scheinheilige Kampf gegen alles was nicht links und systemkonform erscheint, schreit langsam gegen den Himmel. Die selbsternannten Toleranten bekämpfen alles was nicht ihrem Weltbild entspricht. Zum Glück gibt es wenigstens noch Überreste von Pluralismus. Und die Menschen spüren langsam, das hier etwas völlig aus dem Ruder läuft.
Wenn im Fernsehen zum Kampf gegen Rechtsradikalismus aufgerufen wird, statt gegen Radikalismus und Gewalt und Menschenverachtung, dann merkt man schnell woher der Wind weht. Der Linksradikalismus wird bestenfalls unter den Tisch gekehrt, meist aber noch mit Steuermitteln gefördert.
Und Frei.Wild hat mit Rechtsradikalismus gar nichts zu tun.
Eure Absage des Festivals ist eine Wohltat und steigert die Pluralität, Freiheit und Toleranz!

Avatar von lorks lorks 15.02.2013 | 22:48

@ CaptainMorgan1984

Ganz stark von dir:
Irgendwelche Besoffenen Idioten kamen dann wohl auf die Idee den Liedtext zu ändern, auf jeden Fall wurde fröhlich "Sieg Heil!" gegröhlt. Ein paar mal haben wir das durchgehen lassen, aber dann sind wir rüber gegangen und haben damit gedroht nachts wieder zu kommen und während die Idioten schlafen die Zelte anzuzünden. Hat gewirkt!

So stelle ich mir euch Gutmenschen vor, wieder mal wunderbar selbst enttarnt: Wer Blödsinn macht, dem brennen wir die Hütte ab, im Namen von Antifaschismus und Toleranz!

Aber dann zu Demos rennen die für Frieden, Gewaltlosigkeit und Völkerverständigung werben. Echt geil!

Avatar von -rgB- -rgB- 16.02.2013 | 00:03

@Lorks:
Soso Linksradikalismus wird mit Steuergeldern finanziert. Aber zum Glück "wachen" die Menschen langsam auf.
Na dann hoffe ich auch bald zu erwachen, um gegen die da oben und die Gutmenschen aufzustehen.
Ganz Stark.

Avatar von frankychuck frankychuck 16.02.2013 | 00:43

hallo visions, ich bin seit nunmehr 7 jahren glücklicher abonnent euer zeitschrift,habe viele unterschiedliche bands kennengelernt, die ich wahrscheinlich niemals ohne euch kennengelernt hätte,aber es ist für mich mittlerweile nicht mehr nachvollziehbar , dass ihr eine band so sehr in der rechte ecke versucht zu drengen.
ich finde es schlimm, meine südafrikakinsche erkunft zu äussern, nur damit ich sagen kann "ja ich liebe frei.wild"und finde es erbährmlich das ihr euch durch medien leiten lässt...

Avatar von makemesick makemesick 16.02.2013 | 09:06

"Der Shitstorm um die diesjährige Ausgabe des WITH FULL FORCE Festivals wird scheinbar nicht durch eine Stellungnahme der Veranstalter, sondern durch den Stein des Anstoßes beendet werden.

FREI.WILD sagten gerade ihre Teilnahme ab.

Man sieht sich in der Opferrolle und schreibt via Facebook folgendes Statement:
"Frei.Wild werden nicht auf dem "With Full Force Festival" auftreten. Die Band bedauert es sehr, dass ein Auftritt unter den gegebenen Umständen nicht möglich ist. Philipp Burger: "Wir haben uns wirklich ganz besonders auf den Auftritt und auf eine erneute Begegnung mit den Festivalbesuchern des With Full Force gefreut. Wir erinnern uns mit Freude an den WFF - Auftritt 2010. Dieser gehörte ohne Zweifel zu den Jahreshöhepunkten, aber wir wollen und werden keinesfalls die Existenz des Veranstalters und somit des Festivals aufs Spiel setzen."

Einer kleinen, aber effizienten Gruppe von Internet-Freaks ist es gelungen, einen sogenannten "Shitstorm", ein Phänomen im Rahmen von sozialen Netzwerken, bei dem Emotionalisierung zu Massenentrüstungen führt, zu starten, der eine hektische Medienberichterstattung zur Folge hatte. Die Veranstalter des Festivals sind hierdurch dermaßen unter Druck geraten, dass sich Frei.Wild gezwungen sehen, ihren Auftritt aus freien Stücken abzusagen. Philipp Burger dazu: "Wir spielen dort, wo man sich ungetrübt auf uns freut. Wir suchen nicht die Auseinandersetzung mit unseren Gegnern auf Gedeih und Verderben. Am meisten tut es uns für unsere Fans leid. Unser Publikum ist großartig und kennt unsere Positionen, teilt sie und fällt nicht auf die Stimmungsmache einiger Medien herein. Die Vorwürfe sind alte Hüte mit faulen Löchern, die aber scheinbar bis heute nicht an medialer Brisanz verloren haben, leider."

Frei.Wild arbeitet schon seit langer Zeit an einer sachlichen Auseinandersetzung mit den Vorwürfen. Auf der Internetseite www.die-macht-der-medien.de stellt sich die Band der Berichterstattung, und fragt nach. "Wir stellen uns den Presseartikeln, den Vorwürfen, und wir sind überzeugt, dass es einen Platz für Wahrheit in der Gesellschaft gibt.", so die Band. "Wir haben zur Zeit viele positive Resonanzen, auch von ehemaligen Gegnern aus dem Bereich der Presse, die die Dinge mittlerweile anders beurteilen. Wir sehen uns auf dem richtigen Weg, und hoffen, dass unsere Fans unsere Entscheidung zur Absage des With Full Force verstehen."
Inwieweit diese Lösung für die Besucher zufriedenstellend bzw. die Problematik des Bookings an sich ist, wird sich zeigen müssen."

Quelle:
http://www.partyausfall.de/news-with-full-force-2013-freiwild-sagen-teilnahm-18190.html

Avatar von lorks lorks 16.02.2013 | 13:03

Ich habe Achtung vor der Entscheidung!
Man sieht hier wer noch Selbstachtung hat.

Es ist zwar schade, ebenso wie ich, werden viele nun aus Protest auf das Festival verzichten, aber dann sind wenigstens die selbsernannten Moralwächter ungestört und müssen sich nicht mit Argumenten und Meinungen auseinadersetzen, die nicht hinter ihre Scheuklappen passen!

Die Scheinheiligkeit und der linke Mainstream haben wieder gesiegt.
Glückwusch (allerdings nicht ehrlich gemeint)!

Der wachsenden Beliebtheit der Band wird das keinen Abbruch tun, ganz im Gegenteil.

Avatar von Karl Dalle Karl Dalle 16.02.2013 | 15:17

Liebe Visions, dann aber bitte auch so KONSEQUENT sein und künftig Bands wie AGNOSTIC FRONT, HATEBREED und nicht zuletzt DROPKICK MURPHYS boykottieren!!!
http://www.kink-records.de/DropkickMurphysI.html

Avatar von Pablito05 Pablito05 16.02.2013 | 21:54

Suhlt euch in eurer Opferrolle, der Vorwurf die `Linken´ seien schuld an der Absage von Frei.Wild stinkt. Aber wenn die Ente nicht schwimmt liegts immer am Wasser. Wer will sich denn nicht von rechts lossagen? Ein klares Statement hätte gereicht, da habt ihr Spinner aber keinen Bock drauf. Und der Rest der Welt hat keinen Bock auf eure falsch verstandene Deutschtümelei. Die Rechten fordern Toleranz? Das ich nicht lache!!

Avatar von richy rich richy rich 17.02.2013 | 17:52

Auszug aus der Begründung , warum die Visions dafür gesorgt hat , das Freiwild nicht auf dem WFF spielen darf und sie somit mehrere 100.000 Fans der Band unter Generalverdacht stellen rechtsradikale zu sein / zu unterstützen.

- Und in einem Song wie „Wahre Werte“ werden Parolen verkündet, wie man sie von Rechten kennt: "Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen/ Wenn ihr euch ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen". Wir sind weder der Meinung, dass diese Textpassagen unpolitisch sind, noch glauben wir, dass „Gegen Rechts!“-Aktionismus diese Aussagen wettmacht. -

.... zeigt meiner Meinung nach ziemlich eindeutig , wie sehr man auf dem falschen Dampfer unterwegs ist und wie verzweifel man versucht irgendetwas wie " Ausländer raus " , " Blut und Boden " klingendes zu finden !

wenn man dann aber den gesamten text und das video dazu sieht , steht man mit der aussage aber mal so wirklich ziemlich alleine da , ansonsten müsste man jeden Heimatverein sofort wegen " Blut und Boden " Politik schliessen !

Vielmehr könnte man das Augenmerk auf diese Textpasage lenken:

" Nicht von gestern, Realisten
Wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten
Unsere Heimat hat darunter gelitten
Unser Land war begehrt, umkämpft und umstritten
Patriotismus heißt Heimatliebe
Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege "

oder ? http://www.youtube.com/watch?v=Ki_D9JjmdzE

Avatar von richy rich richy rich 17.02.2013 | 17:52

Und das könnte man mit jeder vorgeworfenen Textpassage so aufklären , nur Mut , man muss vor der Wahrheit keine Angst haben , wo es doch recht einfach ist klare antworten zu diversen Vorwürfen zu bekommen ( http://www.die-macht-der-medien.de/ )

Ziemlich schäbig finde ich auch das die Visions als Musikmagazin nicht selbst recherchiert hat ( unvoreingenommen versteht sich ) sondern auf einen Internetblog ( www.publikative.org ) zurückgreift und deren Artikel
(und deren Interpretationen ) fast 1:1 übernimmt , der doch eher zweifel an der unvoreingenommenen " unpolitischen Interpretation " zulässt . da müsste doch ein Musikmagazin mehr Anspruch an sich selbst haben ... oder ?

Aber wenn man dreist behauptet , man hätte 2010 " über Freiwild nix gewusst " , dann fange ich an zu wiehern (sorry , zeitgemäßer Witz), aktuell vermisse ich dann auch noch das die Visions das Ende mit der zusammenarbeit von EMP verkündet , da diese ja Frei.Wild Merchandise verkaufen und somit ja quasi auch boykottiert werden müssten ... oder ?
EMP hatte anfangs übrigens ähnliche bedenken , hat sich mit der mMterie eingehen beschäftigt und kam zu einer ganz anderen Einschätzung als die Visions (!) mag daran liegen , das EMP nicht auf die Inquisition der Linksextremen Gruppen hereingefallen ist , sondern die Vorwürfe Lied für Lied durchgegangen ist und somit mehr journalistischen Tatendrang an den tag legte als die Visions !

Und ja , bei den Frei.wild Fans gibt es "rechte" ( hätte beinahe "hätten rechte" geschrieben ) , größtenteils rechte im Kaliber der CDU , wenn man statt rechte , bürgerliche oder schwarze sagen würde , wäre auch der Aufschrei nicht so groß , da bei rechts ja jeder an Rechtsradikalismus denkt , diese gibt es auch , aber Frei.Wild und ihre Fans sorgen dafür , das sie Definitiv keinen Spaß bei den Konzerten haben , den haben die Nazis aber eher bei den Dropkick Murphys (verdeckt) oder bei den wirklich rechtsradikalen Bands (offen), viel wichtiger ist das die Band den Fans ausdrücklich vor jeder art von Extremismus warnt und zum nachdenken anregt. Kein Frei.Wild Fan wird wegen der Musik rechtsradikal werden , aber man kann gefährdete jugendliche davor bewahren ähnlich Fehler zu begehen wie P. Burger in seinen jungen Jahren.

Avatar von richy rich richy rich 17.02.2013 | 17:53

Ordnungshalber der komplette Text( nicht nur aus dem Zusammenhang gerissene Passagen ) von Wahre Werte ... :

Lichter und Schatten
Undefinierbar, woher sie kommen
Formen und Spalten
Die dein Ich-Gefühl zurückerstatten
Geräusche und Winde
Die dich umgeben und unheimlich wirken
Höhen und Tiefen
Laden ein zum Genießen

Da, wo wir leben, da wo wir stehen
Ist unser Erbe, liegt unser Segen
Heimat heißt Volk, Tradition und Sprache
Für uns Minderheiten eine Herzenssache
Das, was ich meine und jetzt werft ruhig Steine
Wir sind von keinem Menschen die Feinde
Wir sind verpflichtet, dies zu bewahren
Unser Tirol gibt's seit 1200 Jahren

Wo soll das hinführen, wie weit mit uns gehen
Selbst ein Baum ohne Wurzeln kann nicht bestehen
Wann hört ihr auf, eure Heimat zu hassen
Wenn ihr euch Ihrer schämt, dann könnt ihr sie doch verlassen
Du kannst dich nicht drücken, auf dein Land zu schauen
Denn deine Kinder werden später darauf bauen
Sprache, Brauchtum und Glaube sind Werte der Heimat
Ohne sie gehen wir unter, stirbt unser kleines Volk

Dialekte und Umgangssprache
Hielten so lange, so viele Jahre
Bräuche, Geschichten, Kunst und Sagen
Sehe schon die Nachwelt klagen und fragen
Warum habt ihr das verkommen lassen
Die Wurzeln des Landes, wie kann man die hassen
Nur um es manchen recht zu machen
Die nur danach trachten, sich selbst zu verachten

Nicht von gestern, Realisten
Wir hassen Faschisten, Nationalsozialisten
Unsere Heimat hat darunter gelitten
Unser Land war begehrt, umkämpft und umstritten
Patriotismus heißt Heimatliebe
Respekt vor dem Land und Verachtung der Kriege
Wir stehen hier, mit unserem Namen
Wir werden unsere Wurzeln immer bewahren

Fehler dienen der Erheiterung , damit es den Hobbyklugscheissern nicht langweilig wird ... Interpunktion um sie zu ärgern ! ;)

Avatar von bartgesang bartgesang 17.02.2013 | 18:46

Danke für den Text.

Ja, das ist brauner Schwulst. Tiefstes 19. Jahrhundert. Wurzeln, die angeblich was mit dem Land zu tun haben, "auf dem man steht" und die einen als Individuum "von Natur aus" angeblich zu irgendwas ganz doll verpflichten. Die lieben Kinderchen, die später mal klagend fragen werden, wieso sie keinen Dialekt mehr sprechen können. Und so weiter.

Ich stamme aus der zweisprachigen Lausitz aus einem deutsch-sorbischen, bikulturellen Umfeld und kenne dieses Minderheiten-Identitäts-Geknödel wirklich zur Genüge. Wenn die Jungs von Frei.Wild meinen, im 21. Jahrhundert noch einen auf Gustav Freytag machen zu müssen und diesen nur schwer zu ertragenden Südtiroler Schollenpatriotismus weiter am müffeligen Leben erhalten zu müssen - bitteschön. Jeder sucht sich ein Stück weit auch selbst die Neurosen aus, die ihn im Leben begleiten. Viel Spaß damit.

Problematisch ist für mich allerdings der heilige Reimschmieden-Ernst und das sülzige Pathos, das hier aus jeder zusammengestoppelten Zeile quillt. Hach, wie es da bedeutungsschwanger überall dreut dass es nur so seine Art hat. Die erste Strophe ist ja wirklich an identitärem Kitsch kaum auszuhalten.

Ich fürchte, die meinen das tatsächlich ernst. Da gibt es nirgends die Ironie, mit der beispielsweise Rammstein immer noch gerade so die Kurve kriegen. Nee, vielen Dank. Und der Verweis auf den eigenen (nationalen?) Minderheitenstatus hilft da auch nicht weiter. Bloß weil die über 1200 Jahre zusammenfantasierte identitäre Bezugsgruppe eine kleine ist, macht deren Nationalismus sie nicht plötzlich putzig und süß.

Sehr wahrscheinlich ist Frei.Wild keine Nazi-Band. Aber sie sind eine Nationalistenband. Und noch dazu eine künstlerisch ausgesprochen mäßig begabte.

Geh mir also bitte weg mit dem Scheiß.

Avatar von lorks lorks 17.02.2013 | 22:35

Warum wird hier so auf Frei.Wild und die Fans eingedroschen?

Das Frei.Wild nicht rechtsradikal ist, wurde mit Tatsachen und guter Recherche hier wunderbar dargelegt. Im Gegensatz zu den teilweise polemischen Niedermachparolen in den vorherigen Texten hier in der Diskussion.

Und was ist schlecht an Sorbischem oder anderem Brauchtum?

Das ist unsere Geschichte, unsere Vorfahren und unsere Identität.
Daraus schöpfen auch viele Kraft und Mut für ihr Leben. Ich liebe meine Familie und bekenne mich zu meinen Vorfahren und unserer Kultur. Ich bin kein Sorbe, meine Vorfahren sind mütterlicherseits Schlesier.

Mc Donalds, IPhone, Shopping und "ewiges Feiern" ist für mich keine Kultur. Aber wer das so sieht, der soll es tun, wenn er damit glücklich ist. Das akzeptiere ich, solange man mich nicht zwingt, das gleiche zu tun und zu glauben wie andere.
Aber in unserer Gesellschaft wird inzwischen jeder niedergemacht, der nicht mit dem angeblichen Strom der vermeintlichen Mehrheit mitschwimmt. Aber immer mehr trauen sich wieder die Klappe aufzumachen, weil sie gerade in solchen Foren merken, das sie doch nicht in der absoluten Minderheit sind.

Ich bin auch in der DDR aufgewachsen und die Medien sagten mir bis 1989, das ich ein ganz subversives staatsfeindliches Subjekt bin, was sich in einer ganz verschwindenden irregeleiteten Minderheit befindet und dem man keine Träne nachweinen sollte, wenn es verschwindet. Und plötzlich hat diese "kleine Minderheit" ein unbesiegbar scheinendes System über Nacht hinweggefegt. Leipzig war so etwas wie die Wiege der Revolution, daran sollte man sich wieder erinnern!

Ich kann nur sagen, Leute verliert nicht den Mut!
Traut euch den Mund aufzumachen!

Avatar von bartgesang bartgesang 17.02.2013 | 22:58

Das ist es ja eben. An Sorbischem ist gar nix schlecht. Ich bin selbst zu einem guten Stück Sorbe und mag diesen kulturellen Aspekt meiner Persönlichkeit. Zweisprachigkeit, pi pa po. Ich habe auch kein Problem damit, wenn Leute meinen, in ihrer Freizeit bäuerliches Brauchtum der Frühmoderne pflegen zu müssen, weil sie das für ihr identitäres Selbstgefühl brauchen. Bitteschön, herzlich gern.

Was mir am Beispiel von Frei.Wilds oben zitiertem Text hier mal wieder auf den Zeiger geht, ist, dass permanent unterschwellig so getan wird, als sei das in irgendeiner Form durch irgendwen "bedroht". Das ist doch lächerlich. Welcher Südtiroler, der ernsthaft das Bedürfnis danach hat, wird denn bitte im heutigen Italien daran gehindert, "seine Identität auszuleben"? Von wem denn bitteschön?

Und wieso soll denn bitte Mcdonalds keine Kultur sein?

Ich finde es mehr als absurd, dass hier von "völkischer Seite" so getan wird, als wäre man unterdrückt. "Wir armen, armen patriotischen Nationalisten werden von den gemeinen Gutmenschen die ganze Zeit ganz furchtbar gedissed und zum Nazi gestempelt." Rabäh! Der böse linke Mainstream verbietet uns unser heißgeliebtes Fahnengeschwinge und stolz mit vor Rührung zitternden Händen die Heimaterde zu streicheln, die schon unsere Urgroßväter im Schweiße ihres Angesichts beackert haben. Wir wissen zwar heute nicht mal mehr, wie man eine Sense richtig hält (und essen eigentlich auch ganz gerne Fastfood) - aber das Symbolische, das lassen wir uns von den fiesen Linken nicht nehmen!

Hier wird ein Popanz aufgebaut, nix weiter. Und mit dem lässt sich, siehe Frei.Wild, ein Heidengeld verdienen. Und sobald mal ein paar kritische Gegenfragen kommen, geht man in die Verteidigungshaltung, verweigert sich einer ernsthaften Diskussion und zeigt mit Leidensmine auf den bösen, übermächtigen Gegner. Erbärmlich.

Wenn es nicht so traurig wäre, müsste man darüber lachen.

Avatar von lorks lorks 17.02.2013 | 23:24

Dann lasse sie doch einfach in Frieden ziehen und ignoriere sie.

Ich könnte mich auch den ganzen Tag über NENA aufregen oder wenn ich Claudia Roth im TV sehe, unsere Betroffenheitsbeauftragte, dann muß ich aufpassen, das nichts werfbares in der Nähe ist, aber dann schalte ich eben einfach um oder das Verblödungs-TV ganz einfach aus. Dafür gibt es ja Fernbedienungen. Denn aller drei Tage kann ich mir sowieso keinen Fernseher leisten, auch wenn sie gerade wieder täglich billiger werden... ;-)

Avatar von Michael Schlosser Michael Schlosser 17.02.2013 | 23:37

Wenn das Visions nur einmal konsequent wäre, MÜSSTE im nächsten Heft ein Feature stehen : "Double Standards" ( Ihr liebt doch die Anglizismen so...) "Warum wir bei englisch-sprachigen Bands stets beide Augen zudrücken, aber auf Frei.Wild eindreschen" mit einer Entschuldigung an die Südtiroler Band und Einsehen der Einseitigkeit. Hier schön belegt von anderen siehe Link zum Thema Dropkick Murphys Interview, Agnostic Front, das BURZUM Shirt was mal einer anhatte von einer Euerer Lieblingsbands oder auch Type O Negative ("Race War", "Jesus Hitler", "Der Untermensch" - Carnivore usw.) Habe nachgesehen: In Heft 237, Dez. 2012 befindet sich eine weitere "Schmähschrift" - es geht gleich los mit den Worten : "Die Südtiroler Prollrockband Freiwild"...ist das noch seriöser Journalismus ? Im selben Artikel wird eine Band emporgehoben namens "Feine Sahne Fischfilet", die vom Verfassungsschutz Mecklenburg Vorpommern beobachtet wird ( das passiert ja nicht ohne Grund...) für ihre explizit anti-staatliche Haltung und für ihre Nähe zum Linksextremismus und den Kriminellen von der AntiFa. Hinten im Text zur CD Besprechung dann der Hammer, Textauszug "Punk heisst gegen's Vaterland, das ist doch allen klar, DEUTSCHLAND VERRECKE, das wäre wunderbar". Der Rezensent sagt dazu nicht nur "Geschenkt" sondern nickt das auch noch ab und vergibt 7 von 12 Punkte. Also deutlicher gehts doch gar nicht: Ihr hofiert linksfaschistische Brandstifter, aber macht einen dermassen lächerlichen Aufriss um eine Band die einigen statt spalten möchte und die eben NICHT vom Verfassungsschutz beobachtet wird (Die waren auf paar Konzerten alarmiert von wildgewordenen panischen Politikern in Dortumund z.B. und haben überall gesagt: "Was sollen wir hier, da gibts nichts dran zu kritisieren was Verfassungsschutz benötig"?) sondern die sich eindeutig gegen Gewalt und Hass wendet. Bitte erklärt mir das mal - diese Einseitigkeit der Berichterstattung.
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Schon traurig, wenn man 1:1 die Methoden derer wiederholt, gegen die man eigentlich so erbittert bekämpft... DJ Goebbels wäre stolz... wie war das doch gleich? Meinungsfreiheit ist immer die Freiheit der anderen
Diese pathologisch-krankhafte Ideologie, die aus anerzogenem Selbsthaß herrührt, der zu Inländer-Rassimus führt, von dem man annimmt, daß er Sühne sein könne für das von den Nazis begangene Unrecht. Das ist ein ebenso kindischer wie verhängnisvoller Irrtum.
Wie kommen Menschen, die beispielsweise “Nie wieder Deutschland” (Fischer) skandieren in Regierungspositionen? Oder Menschen, die Deutschland “ausdünnen” (Trittin) wollen erhalten Ministerposten!

Avatar von bartgesang bartgesang 17.02.2013 | 23:40

Es wäre aber glaube ich dumm, Frei.Wild komplett zu ignorieren. Denn ich halte einen Teil ihres Schaffens, wie an meinem aufgeregt rüpelhaften Ton hier zu bemerken sein dürfte, für problematisch und politisch nicht ungefährlich.

Vielleicht glauben sie ja tatsächlich daran, dass sie unpolitische Texte machen. Letzlich ist es mir egal, ob sie einfach nur ziemlich gute Heuchler sind oder tatsächlich so schlichte Gemüter, wie es - pardon - Texte wie der obige nahelegen.

Frei.Wild sind aber eine der erfolgreichsten deutschsprachigen Rockformationen derzeit. Das heisst, Leute hören diese Texte gern. Und diese Texte machen auch was mit den Leuten, wie es jeder Songtext in der eigenen Sprache tut. Und diese Texte erfüllen ein Bedürfnis. Hast Du ja selbst so ähnlich oben angedeutet.

Ich bin bei allen praktischen Problemen - und wer wollte die leugnen - ein Fan der Idee eines postnationalen Europas. Das heisst nicht, dass in so einem Europa keine unterschiedlichen Identitäten mehr existieren sollen. Aber was Frei.Wild hier textet, ist Vergangenheit. Und es ist Vergangenheit aus guten Gründen, die unsere Großeltern sehr schmerzhaft haben lernen müssen. Das bringt uns nicht weiter. Das ist ein Rückgriff in die Mottenkiste von nationalem Pathos und kulturellen Verwurzlungsideen des 19. Jahrhunderts. Das führt zu nix Gutem.

Und ich halte es für wichtig, das offen zu thematisieren und auch zu diskutieren. Und nicht, sich in die jeweilige Nische zurück zu ziehen und den anderen wurschteln zu lassen, bis es mal wieder knallt.

Avatar von lorks lorks 18.02.2013 | 09:07

Danke Michael!

Danke für deinen Mut und für diesen sehr gut unterlegten und begründeten Text, besser kann man es nicht ausdrücken!
Ich stimme dir 100% zu!

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