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The Maccabees Marks To Prove It

VÖ: 31.07.2015 | Label: Fiction/Caroline
Text: Stefan Reuter
8 / 12
The Maccabees - Marks To Prove It

Durch die Nacht mit The Maccabees: Die Londoner Indierocker haben sich von ihrer Heimatstadt inspirieren lassen und zeigen, dass das immer noch hörenswert sein kann.

Während “Given To The Wild” (2012) in den abgelegenen Rockfield Studios in Wales entstanden ist, haben sich die Maccabees für ihr viertes Album in den bandeigenen Elephant Studios im Herzen der britischen Hauptstadt einquartiert. Diese Veränderung macht sich auch im Songwriting bemerkbar, allerdings nicht dadurch, dass “Marks To Prove It” wieder mehr offensichtliche Hits für die Tanzfläche auffährt – dazu hat sich die live inzwischen zu sechst auftretende Band zu weit entwickelt. Deshalb führt auch die gleichnamige Single in die Irre. Im Albumkontext symbolisiert sie mit den frech rotierenden Riffs und dem einleitenden Urschrei den Auftakt für eine Nacht, in der alles möglich ist. Doch statt wilder Partys erwartet den Hörer ein Streifzug durch eine Metropole und all ihre Facetten. “Kamakura” repräsentiert das große Drama, “Silence” den Punkt, an dem man sich inmitten von unzähligen Menschen furchtbar allein gelassen und einsam fühlt, und “WW1 Portraits” das Gefühl, es allen Zweifeln zum Trotz doch ganz gut zu haben. Sänger Orlando Weeks versetzt sich dazu in die verschiedensten Situationen: “River Song” beschreibt beispielsweise eine schwierige Beziehung, vor der ihn alle seine Freunde gewarnt haben: “You say you won’t forgive him/ You throw your drink at him/ You go back to his just the same.” Trotz der klanglichen und thematischen Vielfältigkeit wirkt “Marks To Prove It” wie sein Vorgänger in sich geschlossen und hebt sich dank einfacher zu greifenden Songs dennoch von ihm ab. Mit den Maccabees wird es so schnell nicht langweilig.

weitere Platten

Given To The Wild

VÖ: 20.01.2012

Wall Of Arms

VÖ: 29.05.2009

Colour It In

VÖ: 03.08.2007