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Taint The Ruin Of Nová Roma

VÖ: 26.01.2006 | Label: Rise Above/Soulfood
Text: Philipp Welsing
7 / 12
Taint - The Ruin Of Nová Roma

Taint mag man mit “Makel” übersetzen. Viele davon gibt es hier nicht. Dafür feiste Sludgerock-Doom-Stoner-Brecher der komplizierten oder straighten Variante.

Fast möchte man noch das Wort Grunge anbringen, würden sich nicht jedem die Därme verwickeln beim Klang des Wortes im Jahre 2005. Sei’s drum – irgendwo zwischen diesem Genre, zwischen Postrock und Noisecore rangieren Taint ihre schwere Instrumentenwalze. Will sagen: Hier wird so ziemlich alles bedient, kurz angedeutet, aber nie bis zum Exzess ausgewalzt. Das hält “The Ruin Of Nová Roma” spannend, macht es aber auch schwer greifbar. Es wird gegroovt wie bei Eyehategod, sogar die meiste Zeit; tief, schwer, mit fiesem Riffing. Nur will man sich danach nicht erschießen. Nicht so dringlich zumindest. Was an Sänger James Isaac liegt, der nicht klingt, als würde er sich grad im Heroinrausch die Augenlider abschneiden, sondern eher zu Entombed und jungem Stonerrock schielt. Moderner Metal linst durch (Mastodon!), auch alter – “Zealots & Whores” klingt wie ein Klumpen aus Spiritual Beggars und Paradise Lost. Ähnlich wie Clutch machen es Taint einem dabei nie zu einfach, verwickeln ihren Groove- mit Progrock (“Drunken Marksman”). Der Titeltrack erfordert anfangs noch Nerven, mausert sich dann schließlich doch noch zur Doom-meets-70s-Rock-Ballade. Alex Newport hat dafür gesorgt, dass das alles schön schmatzt und brachial brät. Schade nur, dass einem zu Beginn im Affenzahn der Hintern zugenietet wird, während das Tempo im gesamten Mittelteil so heftig wegbricht, ohne wirklich überzeugend zurückzukehren (Ausnahme: “I’m Going To Kill Henry Ford”). Diese Walze ist besser, wenn sie auf Hochtouren läuft.

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