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Sunn O))) Black One

VÖ: 14.11.2005 | Label: Southern Lord/Soulfood
Text: Carsten Schumacher
8 / 12
Sunn O))) - Black One

Die Meditation über sich übereinander verschiebende Frequenzen findet auf dem sechsten Album eine noch schwärzere Fortsetzung.

Merkst du, was ich merke, wenn ich den Basston verstärke? Stephen O’Malley und Greg Anderson sitzen wieder gemeinsam vor der Box und füttern massive Brummtöne. Power Ambient haben sie das mal genannt, damals, zu Zeiten von “White 1” und “White 2”. Begonnen haben sie als Tribute-Projekt. Neben ihrer Affinität für extremen Doom hatten beide ein starkes Faible für die Band Earth. Mars hießen sie damals. Mittlerweile jedoch hat sich beides längst verbunden. Der Drone-Sound und die Doom-Liebe. Drone Doom. Ein Spiel in Zeitlupe. Drogen Drone Doom. Nicht nur der Hörer muss sich dafür öffnen, auch die Gäste müssen einiges durchmachen. Den klaustrophobische Black-Metaller Malefic steckten sie gar in vollem corpse paint in einen Sarg und nagelten ihn ein. Loch fürs Mikro, fertig. Ab in den geliehenen Leichenwagen, einen “Cadillac Hearse”. Der schwarze Nebel, den Malefic dort unter Atem ausdünstet, kommt direkt zu den sich windenden Bässen. Endlich klingt “Bathory Erzebet”, das epische Stück von Seite vier, genau so verstörend, wie es sein soll. Dafür musste keiner der beiden, weder O’Malley noch Anderson auf eine Kunstschule gehen. Auch wenn manche es dort einordnen möchten, leben Sunn O))) trotz ihrer experimentellen Aura im tiefsten Underground. Ein Spannungsfeld zwischen zwei Akkorden reicht ihnen auf ewig, es scheint fast religiös. Die Verschiebungen sind marginal, doch diesmal wirkt das Ergebnis noch gespenstischer, finsterer, besessener.

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