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Bernd Begemann Ich werde sie finden

VÖ: 27.10.2006 | Label: Begafon/Indigo
Text: Markus Hockenbrink
7 / 12

In Begemanns Schrebergarten weht seine eigene Flagge. Der Mann ist kein Sänger mehr, sondern ein Kleinstaat. Und manchmal verteilt er sogar Visa.

Ist Begemann nun der “Sorry Entertainer” des fühlenden Menschen, oder träumt er davon, doch einmal auf einen Gabentisch geschmuggelt zu werden, auf dem schon Udo Jürgens liegt? “Ich werde sie finden” und die enthaltenen 19 grandios ungeordneten Songs plädieren für ein Unentschieden. Begemann war halt schon immer zu verschroben für die eigenen Interessen, dafür ist er zumindest vielseitig. In “IKEA-Falle” sagt er, was immer schon mal zum schwedischen Möbelmoloch gesagt werden musste und beraubt zahllose Partygänger eines sicher geglaubten Teils Smalltalk. Aber das hätte auch Funny Van Dannen schreiben können. “Ein Sportunfall” macht dagegen richtig Angst, und “Flackernder Straßenrand” ächzt mit urbaner Paranoia, für die unter Umständen Brian Eno entführt worden ist. Doch Bernd kann auch anders. “Auf den Schwarzen Schwingen der Nacht” ist üppig verziert wie die Tapete in der Eisdiele und hoffentlich ernst gemeint, und “Immer wieder überrascht” destilliert die stacheligeren Momente Begemannscher Beziehungslyrik in einer einzigen eleganten Minute. Fünfzehn Alben hier, Vater der Hamburger Schule da – wo BB ist, ist vielleicht nicht immer oben, aber wenigstens ist es einsam dort.

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