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New Radicals - Maybe You’ve Been Brainwashed Too

Maybe You’ve Been Brainwashed Too

Der Name täuscht, zumindest in musikalischer Hinsicht: Nichts ist neu an dieser Platte, nichts ist radikal - eher tönen die New Radicals wie eine große Aufarbeitungs-Maschine in Sachen britischer Musikgeschichte, was insofern überrascht, als daß sie aus den Staaten stammen. Der Opener „Mother We Just Can’t Get Enough“ ist ein wirklich mitreißender Rave-Track, es folgen hymnische Pop-Stücke, balladeske Nummern, rockige Gassenhauer - alles dabei, was auf der Insel schon mal für eine amtliche Hysterie gut war. Gregg Alexander ist ein sehr enthusiastischer junger Songwriter, der sich nicht durch die Tatsache desillusionieren lassen will, daß junge Leute in den späten Neunzigern sich offensichtlich leichter von bunten Rap-Videos überzeugen lassen als durch glitzernde Popmusik, wie seine Band sie spielt. Diese schafft es locker, nicht nur ständig an irgendeine andere Band zu erinnern, sondern gleich an ein halbes Dutzend: World Party, Supergrass, Primal Scream, Stone Roses, Rolling Stones. Ja, „Maybe You’ve Been Brainwashed Too“ ist ein Fest für Nostalgiker! Am Mainstream kratzt diese Platte zwar an jeder Stelle - es findet sich kaum ein Stück, das nicht auf Single-Format geschliffen wäre - eine euphorisierende Wirkung kann man ihr dennoch nicht absprechen. Der mit etwas zuviel Seele vorgetragene Gesang wirkt allerdings gegen Ende der Platte ziemlich erdrückend.

Bewertung: 8/12
Leserbewertung: 7.0/12

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