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    Solea
    dto.

    VÖ: 06.09.2004 | Label: Defiance/Rough Trade
    Text: Oliver Uschmann
    8 / 12

    Verdiente Einzelspieler der hochmelodischen Emoszene verschmelzen zum Team und erwärmen das Herz mit stimmigem Gitarren-Powerpoprock.

    Kern dieser Band sind Garrett Klahn (Ex-Texas Is The Reason) und Sergie Loobkoff (Ex-Samiam/Knapsack), die nach dem Warmspielen mit zwei EPs und vielen Live-Gigs nun mit neuem Bassisten und dem Ex-Drummer von Sense Field und Elliot Smith das erste Album präsentieren. Vier der Songs sind allerdings alt und wurden lediglich in neuer Arrangierung verwertet. Das Namedropping beweist: Hier sind Veteranen der stilvollen Frühlingsmelodie am Werk und so klingt diese Platte im schlechten wie im guten Sinne routiniert. Das ist Musik für einsame Fahrradtouren vorbei an Sommerfeldern, das ist der Soundtrack für einen amerikanischen College-Film, der am Strand von Santa Monica beginnt und eine unterschwellig melancholische Note bekommen wird. Meist ordentlich treibend oder im Midtempo schwelgend, variieren Solea auch mal in Richtung Weezer-Schunkelei oder Beat, klingen aber immer ungemein organisch, eingespielt und dicht. Das saugt seine Nährstoffe aus allem, was zwischen Indie-, College- und Emorock jemals amerikanische Gitarrenmusik der eingängigen Sorte ausgemacht hat – und was der eine „beliebig“ finden wird, darf der andere „traditionell“ und „angenehm zeitlos“ nennen. Gefühlsmäßig können diese „Underground“-Platte auch Fans der Foo Fighters oder Gin Blossoms blind kaufen. Nur Freunde der kantigen und beißenden Rockmusik werden davonlaufen.

    weitere Platten

    Finally We Are Nowhere

    VÖ: 04.10.2008