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0 Autor: Philipp Welsing

The Briefs - Sex Objects

Sex Objects

"Off The Charts" war vergangenen Sommer eine kleine Punkrock-Sensation. Herrlich frisch und sorglos gab es die Drei-Akkorde-Klatsche. Und so ist’s auch hier.

Schön, dass die Schule des schrammeligen Sonnenbrille-Jackett-und-Buttons-Punkrock immer wieder mal ein besonders schmissiges und charmantes Rotzblag in die Weltgeschichte spuckt. Neben den Thermals aus Seattle so geschehen mit den Briefs. Die kommen auch aus Seattle und sorgen durch schön unterproduzierte Gitarren und hibbeligen Gesang mit ordentlich britischem Akzent für haufenweise Anarchie-Spaß. "We’re not reinventing the wheel. We’re playing music that we grew up listening to that we love", bringt es Basser Lance Romance selbst auf den Punkt. Vor allem zu den Sex Pistols und den Buzzcocks scheinen sich die Vier einige Biere hereingeschraubt zu haben, und so ist ihre Musik halt wie ihr Name: kurz, auf den Punkt und gerade deshalb so knackig cool. Wären die Statics oder die Infections einen Deut besser produziert, würden sie ähnlich klingen wie die Briefs, die frische Volle-Kanne-Attitüde ist in jedem Fall vergleichbar. Und machen auch wir es wie die "Kurzen": Auf "Sex Objects" jagt schon wieder ein Minimalo-Hit den nächsten und schreit nach Sonne, einem schäbigen Cabrio und den Ohren gut gelaunter Punkrock-Fans. Wer besonders gern politische Anti-Hymnen grölt, der darf das bei "Destroy The USA", "No More Presidents" und "Antisocial" machen und dabei sogar grinsen.

Bewertung: 8/12

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