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0 Autor: Andreas Ritter

C.Aarmé - dto.

dto.

Roher und dreckiger Punkrock aus Schweden – C.Aarmé wandeln mit ihrem Debüt auf den Spuren von Black Flag und Bad Brains.

Zwei Jahre nach Bandgründung legen die vier Schweden von C.Aarmé ihr Debüt aufs Tablett – und das ist alles andere als leicht verdaulich. 15 Songs in weniger als 26 Minuten, da bleibt keine Zeit für langes Vorgeplänkel. C.Aarmé geben sich von Anfang an kompromisslos, fast so, als hätten sie sich vorgenommen, ihr Equipment bis zum Ende des Albums endgültig schrottreif zu spielen. Unaufhaltsam scheppert das Schlagzeug voran, gefolgt von einem tief grummelnden Bass und krachendem Gitarrensound. Meilenweit entfernt vom eingängigen Punkrock mit Melodien für Millionen und Refrains zum Mitsingen besinnen sich C.Aarmé zurück auf den US-Hardcore/Punkrock früherer Tage. Passend dazu gibt Sänger Jessie Garon den Psycho: mal quälend monoton ("Tu Puta Mi Casa"), mal aufbrausend ("Aimless"), jammert, hustet, grunzt und schreit er sich durch das Album. Am Rhythmus schrammt er zuweilen ebenso zielsicher vorbei wie an der Melodie ("I Am A Princess"). Doch natürlich hat der vermeintliche Wahnsinn Methode – gekonnt bewegen sich C.Aarmé an der Grenzlinie zwischen Musik und Krach. Ein Album, das mehrere Durchläufe braucht, um im Ohr des Hörers einen Treffer zu landen.

Bewertung: 7/12

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