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0 Autor: Stefan Layh

Static-X - Shadow Zone

Shadow Zone

Static-X plagiieren sich auch diesmal durch die kalifornische Hall Of Fame in Sachen Brachial- und Industrial-Metal. Außerdem in: Gesangsmelodien; out: Tranceelemente.

Wenn man den Direktweg zu Mammon und Rockstardom einmal abgekuckt hat, wieso unwägbare Umschweife beschreiten? Was ist von einer Kapelle zu erwarten, die '99 auf Anhieb – mit "Wisconsin Death Trip" – in die Vollen gegriffen hat und in den USA kommerziell bis aufs Gold-Treppchen empor kletterte? Eben. Was vor vier Jahren gut (zu verkaufen) war, kann dieser Tage nicht schlecht sein – finden auch Static-X. Also tun die Wahl-Kalifornier, was sie immer – und auf dem Zweitling "Machine" (2001) erzdreist – getan haben: Steigen bei Korn ein und wühlen nach altgedienten Riffs, bedienen sich in der Fear Factory an Industrial-Sounds und Stakkato-Strukturen und kombinieren das Gefundene zu einem kalten Flickenteppich. Und doch bietet "Shadow Zone" Ungewohntes: Für das in Richtung Familienhafen von Bord gegangene Gründungsmitglied Ken Jay saß Josh Freese (A Perfect Circle, Vandals) hinterm Studio-Schlagzeug, indes zählt übrigens Ex-Seether-Drummer Nick Oshiro zur festen Belegschaft. Weiter zurückgenommen wurden auch die einst fast trademarkigen Trance-Flächen (noch hörbar bei der frustrierenden Fear Factory-Blaupause "Dead World"), dafür bemüht sich Namensgeber Wayne Static mehr als zuvor um versöhnliche Tonfolgen zwischen all dem Geschrei. Und genau diese Momente sind es, die "The Only" und das gegenüber den flankierenden Zornsalven fast epische "All In Wait" hörenswert machen, wobei das Balladen-Debüt (!) "So" nur belanglos bleibt. Für den Rest gilt aber vor allem: Gelegenheit macht immer noch Diebe.

Bewertung: 5/12
Leserbewertung: 7.0/12

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