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0 Autor: Jörg Staude

Alien Ant Farm - TruAnt

TruAnt

Etwas Schlimmeres als ein Hit mit einer Coverversion kann einer Rockband nicht passieren. Daran wird auch das harmlose zweite AAF-Album nichts ändern.

Im Prinzip machen AAF mit "TruANT" dort weiter, wo sie mit "Anthology" vor zwei Jahren angefangen haben, doch diesmal stehen die Melodien noch mehr im Vordergrund. Man könnte den vier Kaliforniern unterstellen, sie wollten durch poppige Akustikeinlagen wie "Glow" , "Tia Lupe" oder "Hope" diejenigen Käufer nicht verschrecken, die ihr Major-Debüt wegen "Smooth Criminal" gekauft haben. Platt gesagt: Der Druck des Marktes nimmt dem schwierigen Zweitling hörbar die Spontaneität, die den Vorgänger noch ausgezeichnet hat. AAF sind gute Musiker, keine Frage, aber irgendwie scheinen sie nicht genau zu wissen, wie sie mit dem Erfolg umgehen sollen. "TruANT" plätschert auf eine komische Art und Weise an einem vorbei, dass man am Ende der CD nicht mehr genau weiß, wie sie begonnen hat. Da verkommt Musik zum Hintergrundgeräusch, und schlimmer kann ein Urteil eigentlich kaum ausfallen, wenn man mal ehrlich ist. Vielleicht hätten AAF nicht so sehr auf ihre A&Rs hören sollen – dann wären uns wahrscheinlich wenigstens die unsäglichen Reggae-Anleihen wie in "Never Meant" erspart geblieben.

Bewertung: 7/12

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