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0 Autor: Quintus Berger

De/vision - Devolution

Devolution

Nach einem zaghaften Schritt nach vorn vor gut zwei Jahren folgt nun der zweite Satz nach hinten für die Wahlberliner Synthiepopper aus dem hessischen Bensheim.

Nach einem knappen Jahrzehnt als Dark-Wave-/Depeche Mode-Klons war das außergewöhnlich gitarrenlastige "Void"-Album von 2000 nicht unbedingt eine qualitative Offenbarung, dafür zeigte die Band, dass sie – entgegen der lauter werdenden Vorwürfe – durchaus in der Lage war, sich weiterzuentwickeln und andere Dinge auszuprobieren. Dem unentschlossen mäandernden "Two" aus dem letzten Jahr folgend und dem Titel des neuen Opus entsprechend, geht es mit "Devolution" wieder brav zurück in Richtung altbekannter Klänge – und damit auch zurück zu den Gewohnheiten eines reinen Achtziger-Revivalprojektes. Sicher, melodiöse Stücke à la "Drifting Sideways", der Single-Kandidat, sowie "Sadness", "Miss You More" oder "Digital Dream" gehen ins Ohr und sind wahrlich nicht schlecht gemacht, nur: Wer braucht das noch? De/Vision (und auch zahllose andere Acts vor ihnen) haben längst alles gesagt, was in dieser Richtung je zu sagen gewesen wäre. Ob die Band nach dem Flop von "Void" vor der eigenen Courage erschrocken ist, oder ob der ausgebliebene Erfolg an diesem Rückschritt die Schuld trägt, sollte die Band selbst analysieren – zu beklagen ist er allemal.

Bewertung: 5/12

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