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0 Autor: Tino Hanekamp

Chumbawamba - Readymades

Readymades

Hey, Chefredakteur, warum rezensieren wir eigentlich die neue Chumbawamba? Um den Sarg endgültig zuzunageln?
Chumbawamba, die ehedem Aufsehen erregenden AgitPopper, haben ein neues Album aufgenommen. Der achtköpfige Musikantenstadl aus Britannien sorgte einst für ein paar veritable Skandälchen und fräste sich vor allem mit dem Abi-Feten-Hit Tubthumper in die Gehörgänge junger Menschen - von einigen werden sie dafür noch heute gehasst. Mit ihrem 2000 erschienenen WYSIWYG verabschiedeten sie sich dann endgültig gen Billig-Pop-Sumpfland und hatten trotzdem keinen Erfolg mehr. Doch das nunmehr elfte Album, so steht’s im Promotext, stellt für die Band einen musikalischen Aufbruch dar. Das kann schon sein, nur wohin die Reise gehen soll, ist unklar. Bemerkenswert belanglose Pop-Liedchen reihen sich hier aneinander, getragen von wattierten Beats und überzogen mit sphärischen Melodien und esoterisch verquasten Gesängen. Das ist - man möchte es kaum glauben - noch langweiliger als Mobys 18, und das Argument, man schlage den Mainstream mit seinen eigenen Waffen, indem man ihn im Pop-Gewand mit anarchistischen Ideen infiltriert, hat sich für Chumbawamba nun auch langsam mal erledigt. Hier sind die Nägel, da der Sarg, dort der Hammer. Tack, tack, tack.

Bewertung: 3/12
Leserbewertung: 9.0/12

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