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0 Autor: Andreas Kellner

Hundred Reasons - Ideas Above Our Station

Ideas Above Our Station

Die Emo- und Hardcore-Szene in England ist bekanntlich überschaubar. Und doch hat sie eine hochkarätige Band mit einem beachtlichen Debüt-Album hervorgebracht.
Bis auf eine EP sowie eine Split-Single mit Garrison hatten sie noch nicht viel vorzuweisen, da waren sie schon bester Newcomer bei Kerrang!. Nicht unverdient. Denn obwohl sie kein Feuerwerk an Innovation abfackeln wie At The Drive-In, nicht abgrundtiefe Emotionen ausloten wie Thursday und kein filigranes Melodie- und Harmoniespiel betreiben, weiß "Ideas Above Our Station" zu begeistern. Einiges davon haben sie sich vielleicht bei Tourpartnern wie Boysetsfire und Rivals Schools auf der einen, A und Idlewild auf der anderen Seite abgeguckt. Denn Hundred Reasons verbinden sowohl Hardcore-, als auch Alternative-Elemente - Emo-Stadionrock for the masses, könnte man meinen. Die Single "If I Could" ist solch ein Hybrid: Punktgenaue, schnörkellose, fast puristische Gitarrenriffs treffen auf minimalen Rhythmuseinsatz, und der mal melodische, mal impulsiv schreiende Gesang von Colin Doran und seinen Mitstreitern findet immer die Hookline. Es sind virulente Melodien, die sich nah am Herzen einnisten. Und bei Stücken wie "Silver" oder "Falter" geht es dann auf, das Herz. Uptempo-Kracher wie "What Thought Did" sind zwar eher selten, tun aber ihr Übriges, um sich mit "Ideas Above Our Station" anzufreunden. Und mit "Oratorio" erreichen Hundred Reasons sogar die finale Intensität eines Far-Songs. Respekt!

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