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0 Autor: Patrick Großmann

The Goo Goo Dolls - Gutterflower

Gutterflower

Auch wenn die Mannen um Frontbeau John Rzeznik inzwischen ziemlich kalkuliert die Adult-Rock-Klientel bedienen - ihr siebtes Album birgt durchaus einige Hingucker.
Drei Typen Mitte 30 hocken in irgendeinem US-Megastudio, hinter sich mit "Dizzy Up The Girl" ein sogenanntes Smash-Album (remember "Iris"?). Davor indes lagen lange Jahre des Darbens und der Durststrecken. Will sagen: Die Goo Goo Dolls haben sich ihre Geldberge auf die harte Tour ehrlich (einer der im Ami-Rock fraglos gebräuchlichsten Begriffe) erarbeitet. Was also tun? Rente bis in die Steinzeit sichern, wo es nun endlich brummt? Oder es mit Mut zur Lücke doch nochmal der eigenen Künstlerseele beweisen? Die Herren aus Buffalo haben sich für erstere Option entschieden, dem Ganzen ein fettes, aber luftiges Mainstream-Soundgewand spendiert - und fahren verblüffend gut damit: Mit der kristallinen, flotten Eröffnungs-Hymne "Big Machine", dem mit sonnigen Über-Refrains wuchernden "Here Is Gone" sowie "What Do You Need?" sind Rzeznik, Robby Takac und dem hervorragenden Drummer Mike Malinin drei echte NewRock-Reißer geglückt, denen man allen berechtigten Vorurteilen zum Trotz schwerlich die kalte Schulter zeigen kann. Dass sich daneben so manch halbgarer Cinemascope-Schmonzer (etwa das arg pomadige "It`s Over") und gehörig Soap-Flair findet, versteht sich. Jede Wette, und auch wenn Tiefgang anders aussieht und zu finden ist: Das hier geht im Sommer nicht nur in den Staaten durch die Decke.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 8.0/12

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