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0 Autor: Tino Hanekamp

Kristofer Aström - Northern Blues

Northern Blues

Zweites Soloalbum vom Fireside-Chef. Melancholisch, magisch, ehrlich, elegisch, abgrundtief, anschmiegsam, wohlig, wunderschön. Aber...
Sie kommen wieder, die einsamen Singer/Songwriter. Die Männer mit den großen Herzen und traurigen Augen. Sie heißen Pete Yorn, Ryan Adams, Neil Halstead und Kristofer Aström. Letzterer ist sonst Sänger und Gitarrist bei den Schweden Fireside (früher Hardcore, jetzt Post-Rock). "Northern Blues" ist sein zweites Solo-Werk und großartig. Schon die famose erste Single "All Lovers Hell" verzaubert mit weiter Melancholie und einer magischen Melodie. Nick Drake mit Orchester. "You Don`t Know How Good You Are" kommt als elegische Hymne. Kristofers Stimme ist weich mit dezentem Schmelz. Daneben klingen Akustik-Gitarre, ein schüchternes Schlagzeug, Streicher, mal hier ein Banjo, mal da ein paar Bläser. Perfekt produziert, rund und vollendet wohlklingend schmiegt sich diese Platte in jeden Tag. Und sie hat Abgründe. Wenn Aström mit reiner Stimme Zeilen singt wie "how much I really hate you / I hope you burn in hell", dann kann man seinen Schmerz fast körperlich spüren. Aber? Zum Ende hin verliert sich „Northern Blues" ein wenig in seiner bedingungslosen Elegie, im perfekten Wohlklang. Da überrascht nichts mehr. Trotzdem ein wunderschönes Album. Ehrlich.

Bewertung: 9/12

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