Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Sascha Seiler

Ryan Adams - Gold

Gold

Neues aus dem Reich, in dem urbane Landstraßen-Romantik auf die Melancholie der Großstadt trifft.
Ryan Adams war kreativer Kopf der amerikanischen Country Rock-Formation Whiskeytown und überraschte vergangenes Jahr mit einem introspektiven Folkalbum, dessen Songs gezeichnet waren von der Verletzlichkeit eines unermüdlichen Romantikers. Von den akustischen Kleinoden auf "Heartbreaker“ sind auf "Gold“ nur die immer noch sehr guten Texte geblieben, die zwar nicht mehr so traurig sind wie auf dem Vorgänger, aber dafür etwas an Sprachwitz gewonnen haben. Vor allem der Opener "New York, New York“ glänzt durch - leider bisweilen zu offensichtliche - Anlehnungen an Bob Dylans "Blood On The Tracks“-Phase. Leider hat Adams sich bei der Wahl der musikalischen Mittel etwas vergriffen: Zu viel Country, zu viel glattgebügelte Western-Passagen, überhaupt zu viel Instrumentierung. Bei etwas mehr Reduktion und Konzentration auf das Wesentliche wäre das überdurchschnittliche Songwriting des New Yorkers deutlich besser zur Geltung gekommen. Aber so verläuft nun mal der Weg von der Alternative-Country-Ikone zum neuen Bruce Springsteen.

Bewertung: 7/12
Leserbewertung: 9.8/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.