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Fu Manchu - California Crossing

California Crossing

Aufhören, wenn es am Schönsten ist - das muss wohl Brant Bjorks Devise sein. Jedenfalls hat der Drummer kurz vor dem Ausstieg noch ein überraschendes Highlight produziert.
Eigentlich sollte ja schon das letzte Album "King Of The Road" den Namen "California" tragen, aber dann kamen ihnen 1999 Mr. Bungle und die Red Hot Chili Peppers titelmäßig zuvor. Verwechslungsgefahr besteht auch jetzt nicht, dem begegnen Fu Manchu einfach mit ihrem über die Jahre kultivierten ureigenen Sound. Und der klingt besser denn je. Scott Hill und seine Bande haben anscheinend beim Songwriting auf grüne Kräfte verzichtet und ein erstaunlich strukturiertes und aufgeräumtes Album Nr. 6 fabriziert. Es dreht sich nicht mehr alles nur um die Welt auf vier heißen Reifen, und auch Wah-Wah und Fuzz sind nicht mehr der Dreh- und Angelpunkt im Fu Manchu-Sound-Universum. Statt dessen wurde viel Wert darauf gelegt, die Konturen der Riffs so scharf wie möglich zu gestalten und durch den Verzicht auf allzu breit wabernde Gitarrenwände ausreichend Raum für Hooks und Melodien geschaffen. Und das steht der Band sehr gut zu Gesicht. Abstriche in punkto Heaviness waren zum Glück nicht vonnöten, wie schon der äußerst gelungene, beschwingt groovenden Opener "Separate Kingdom" zeigt. Das folgende "Hang On" kann man fast schon als leichtfüßig bezeichnen und spätestens bei "Mongoose" oder dem großartigen Titeltrack fällt auf, dass Hill noch nie so gut und prägnant gesungen hat. Aus dem Killer-Riff von "Wiz Kid" hätte die Band früher wohl zwei Songs gestrickt, und einem typischen Fu-Rocker wie "Downtown In Dogtown" verleiht der entstaubte Sound erst den richtigen Drive. Alle Daumen hoch!

Leserbewertung: 11.0/12

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