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0 Autor: Andreas Mac Arthur

Kevin Devine - Circle Gets The Square

Circle Gets The Square

Zartes Seelchen verlässt das Emo-Genre, um mit seiner Akustikgitarre gegen sich selbst zu protestieren.

Tränen tropfen auf das Textblatt. Schneeflocken bedecken die Gitarre. Mit Kevine Devine gesellt sich eine neue Gestalt ans immer noch flackernde Lagerfeuer des New Acoustic Movement. Den Großteil der Platte vereinen sich lediglich ein zartes Stimmchen und die Gitarre zu einem tieftraurigen Duett über Selbstzweifel, Liebe und alles, was den sensiblen jungen Mann von heute sonst noch beschäftigt. Das ist zwar durchaus sympathisch, setzt aber musikalisch keine Akzente - der Unterhaltungswert dieser Platte tendiert gen Nullpunkt. Vielleicht ist das aber auch eine Grundsatzfrage: Muss Kunst immer auch Unterhaltung sein? Ist ein Album gleich langweilig, weil der von Zweifeln gelähmte Songwriter sich leise und zurückhaltend inszeniert? Oder wärmt das ganze Singer/Songwriter-Genre schon mal Bob Dylans Grab vor? Denn trotz aller Kritik gibt es Momente, in denen "Circle Gets The Square" durchaus seine Berechtigung hat: Wenn du einsam durch verlassene Winterlandschaften marschierst, und dich fragst, wie das alles nur weitergehen soll, illustriert das wohl keine Musik besser als diese.

Bewertung: 6/12

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