Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Andreas Kellner

Bobby Conn - The Golden Age

The Golden Age

Irgendwo zwischen der Rocky Horror Picture Show und Velvet Goldmine liegt "The Golden Age", das kuriose Werk eines Mannes, der Freak, Genie oder beides ist.

Er wurde mal als der ‘Klaus Kinski des Indierock’ beschrieben, was so abwegig ist, dass es eigentlich doch stimmt. Denn das, was er macht, ist schlicht verrückt. Und vermutlich auch live sehr unterhaltsam. Und noch etwas: Dieser Mann muss manisch sein, denn "The Golden Age" ist ein Album von einem anderen Planeten. Die Umlaufbahn heißt back to the seventies. Hier werfen die schwarz-umrandeten Augenlider besonders lange Schatten, Sex, Drugs and Rock’n’Roll werden verdammt noch mal groß geschrieben, und all überall ist Glamour und Glitter. Aber nicht nur. Bobby Conn ist schon ein kleiner, androgyner Zauberer (andere werden ihn dafür einen Kurpfuscher schimpfen), er bringt hier ganz geschmeidig Glam-, Hard- und Post-Rock, Funk, Disco, ja sogar Folk, Jazz und klassische Elemente zu einer "futuristischen Retrospektive" zusammen. Tote werden zum Leben erweckt und andere lebendig begraben - "the show must go on". Denn vor allem ist Bobby Conn Entertainer. Aber immer fragt man sich: Warum das alles? Doch das bleibt unbeantwortet und deshalb hört der Spaß früh auf.

Bewertung: 4/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.