Zur mobilen Seite wechseln
0 Autor: Oliver Plöger

Darkest Hour - So Sedated So Secure

So Sedated So Secure
  • VÖ: 30.11.1999
  • Label: Victory/SPV

Schreiberkollege Kruse beschwor es bereits in der vergangenen Ausgabe: Darkest Hour sägen mit „So Sedated So Secure" am Thron der verflossenen Schweden-Death-Götter At The Gates.
Das selbiger aber aus echtem Holz und nicht aus Ikeas Billy-Regal geschnitzt ist, macht die Sache für die Amis nicht gerade einfacher. Zur Erklärung: Die aus Gothenburg stammenden Depri-Knüppler At The Gates waren die nie zuvor in einer derartigen Perfektion zu Gehör gebrachte Symbiose aus Slayer-ähnlichen Tempi und Breaks, kreischendem, fast Black-Metal-ähnlichem Gesang und schauderhaft schönen Melodien. Da erstaunt es doch um so mehr, dass sich eine ursprünglich aus der Hardcore-Szene stammende Combo eben diesem Sound verschrieben hat. Der Vergleich dürfte das Quintett um Sänger John Henry aber nicht wirklich stören, da Darkest Hour den Schweden-Fünfer als Haupteinfluss angeben. Auf ihre Hardcore-Wurzeln besinnt sich die Band lediglich bei „Another Reason", der Midtempo-Rocker „A Cold Kiss" wiederum erweckt deutliche Vergleiche zu anderen Polar-Knüpplern wie In Flames oder Gates Of Ishtar. Stellt sich nun die Frage, ob man sich mit dem Original oder der (wirklich guten) Fälschung zufrieden gibt. Fazit: Thron wackelt, fällt aber nicht.


Bewertung: 9/12

Bitte einloggen, wenn du diese Platte bewerten möchtest.

Bitte einloggen, wenn du diese Platte kommentieren möchtest.